Der Kultur- und Heimatverein Osterweddingen hatte am Sonntag zu einer Grünkohlwanderung eingeladen. Die Wanderlustigen legten eine etwa sechs Kilometer lange Strecke zurück.

Osterweddingen l Bei strahlendem Sonnenschein und einer Lufttemperatur von knapp unter null Grad Celsius nahmen am Sonntagvormittag wanderfreudige Osterweddinger jeden Alters die etwa sechs Kilometer langen Strecke rund um das Dorf in der Einheitsgemeinde Sülzetal in Angriff. Auf Einladung des Kultur- und Heimatvereins Osterweddingen (KHV) trafen sie sich auf dem BHG-Hof in der Ortsmitte, um von dort aus zur Grünkohlwanderung zu starten.

Die Route der Grünkohlwanderung war bis zum Beginn um kurz nach 10 Uhr noch ein wohl gehütetes Geheimnis. KHV-Mitglied Kurt Vomacka, der die Strecke der Wanderung zum dritten Mal aussuchte und der sie anführte, lüftete das Geheimnis kurz vor dem Abmarsch. "Diese Wanderung dient vor allem dazu, den Menschen aus Osterweddingen eine Möglichkeit zu bieten, sich in aller Ruhe miteinander zu unterhalten", sagte Wanderführer Kurt Vomacka.

Die Route führte vom BHG-Hof hinter dem alten Feuerwehrgerätehaus aus über die Bahnhofstraße an Rathaus, Kindergarten und Bahnhof vorbei hinaus ins Gewerbegebiet. An den Langen Göhren bog die Wanderschar nach rechts ins Gewerbegebiet ab, um am neuen Feuerwehrgerätehaus vorbei zu den beiden Teich zu gelangen.

Auf der Stichstraße zum Eisenbahnstellwerk, die noch immer über keinen Bahnübergang in Richtung Gewerbegebiet verfügt, wartete der mobile Versorgungsstand des Kultur- und Heimatvereins auf die Wanderer. Dort konnten sich die Erwachsenen bei Glühwein und anderen "Frostschutzmitteln" aufwärmen. Nach der Aufwärmpause nahm die fröhliche Wandersschar den Rückweg in Richtung BHG-Hof in der Osterweddinger Ortsmitte in Angriff.

Nach fast zwei Stunden Wanderung an der frischen Winterluft, hatten die Teilnehmer Hunger. Den konnten sie in der Scheune des Kultur- und Heimatvereins auf dem BHG-Hof beim Genuss von heißem Grünkohl mit Knackern stillen.

Die Scheune auf dem BHG-Hof, einem alten Vierseitenhof, haben die Frauen und Männer des Kultur- und Heimatvereins in mühevoller Arbeit und dem Einsatz von viel Geld selbst ausgebaut und hergerichtet. Die Scheue soll als Vereinsdomizil dienen und muss noch weiter ausgebaut werden. Die Gemäuer des Verseitenhofs mit Taubenturm gehören zu den ältesten Häusern in Osterweddingen. Ihr Bau geht bis ins Jahr 1740 zurück.

 

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