Nachdem die Gemeinde Völpke nun wieder vollen Zugriff auf ihr Arzthaus in der Friedensstraße hat, soll weiter in das Gebäude investiert werden - auch innen. Ziel dieser Bemühungen bleibt es, die Praxis von Allgemeinmedizinerin Diana Willms darin unterzubringen.

Völpke l Er sei "natürlich sehr froh", dass die mietrechtliche Auseinandersetzung um die Praxisräume ein Ende gefunden hat, sagt Bürgermeister Wolfgang Smolin, obgleich ihm die "unrühmliche Sache mitsamt der Objektübergabe und auch den Sticheleien und falschen Behauptungen im Nachgang" weiter schwer im Magen liege.

Ein halbes Jahr lang hatte ihn der Problemfall mit der in der Praxis eingemieteten Landambulatorium Börde GmbH auf Trab gehalten - angefangen von Mietschulden bis hin zur Räumungsklage. Jetzt steht das Gebäude leer. "Möglicherweise leerer als es sollte, aber das ist zunächst mal eine Angelegenheit, aus der wir uns als Gemeinde heraushalten müssen", so Smolin mit Verweis auf den anhaltenden Inventarstreit zwischen Landambulatorium und dem früheren Völpker Hausarzt Hans-Werner Bille. "Wichtig für uns ist, wir haben wieder Zugang zu den Räumen, und wir wollen hier über die restlichen Außenarbeiten hinaus etwas tun", kündigt der Bürgermeister an.

Demnach verfolge die Gemeinde weiterhin das Ansinnen, die untere Etage an Fachärztin Diana Willms (derzeit Neue Straße) zu vermieten. "Dafür werden wir die Praxis renovieren und auch ein wenig umbauen", erklärt Smolin. So sei geplant, ein zweites Behandlungszimmer zu schaffen sowie für den barrierefreien Zugang zum Gebäude einen Fahrstuhl im Außenbereich. Dieser sei aufgrund der recht kleinen Grundstücksfläche einer Rampe vorzuziehen.

Eine zeitliche Vorgabe könne man noch nicht treffen, zumal der Gemeindehaushalt nicht vor Ende des Monats vorliegen würde. "Aber wir halten am Arzthaus in der Friedensstraße fest", betont Wolfgang Smolin, "das ist auch so mit Frau Willms besprochen."