Während sich die Kleinalsleber Firma Eckstein Sommer bei Schnee und Eis um die gemeindeeigenen Straßen in Gröningen kümmert, ist für die Gehwege sowie den gesamten Winterdienst in den anderen Orten der Verbandsgemeinde Westliche Börde die Stadtwirtschaft zuständig. Hier sind bis zu 13 Mitarbeiter im Einsatz, wenn es die Witterung erfordert.

WestlicheBörde l Die großen Schneemassen sind bisher ausgeblieben. Auch hat dieser Winter hierzulande nur selten die Straßen, Gehwege und Plätze mit Eis bedeckt. Doch wenn das der Fall war, dann hat nach Einschätzung von Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker der öffentliche Winterdienst in der Westlichen Börde, wie beispielsweise am gestrigen Donnerstag, sehr gut geklappt.

Gesorgt dafür hat zum einen die Großalsleber Gartenbaufirma Eckstein Sommer. Denn sie ist Vertragspartner der Verbandsgemeinde und für den Winterdienst auf den gemeindeeigenen Straßen des Bereichs der Stadt Gröningen zuständig. Und da ist zum anderen die Stadtwirtschaft, die mit ihren 13 Gemeindearbeitern die kommunalen Flächen der anderen Orte der Westlichen Börde von Schnee und Eis befreit, wenn es erforderlich ist.

Um das auch in Zukunft zu gewährleisten, ist der städtische Winterdienst beispielsweise in Sachen Wettervorhersage ständig auf dem Laufenden, wie Ines Becker sagt. Zudem gibt für den nördlichen Teil der Westlichen Börde (Ausleben und Gemeinde Am Großen Bruch) sowie für den südlichen Teil (Gröningen und Kroppenstedt) jeweils einen Winterdienst-Mitarbeiter, der Bereitschaft hat und sich in den ganz frühen Morgenstunden den Zustand der Straßen, Gehwege und Plätze anschaut. Um dann gegebenenfalls um 5 Uhr seine Winterdienst-Kollegen rauszuklingeln und mit ihnen die kommunalen Flächen von Schnee und Eis zu befreien.

"Das erfolgt nach einer Prioritätenliste", wie die Verbandsgemeindebürgermeisterin sagt. Denn es sei nicht möglich, überall zur gleichen Zeit Schnee zu schieben oder zu streuen. Auf dieser Prioritätenliste würden beispielsweise Bushaltestellen, Kindertagesstätten, die Feuerwehren und Zuwege zu anderen öffentlichen Einrichtungen ganz oben stehen. Das Ziel sei es, hier bis spätestens 7 Uhr geschoben und gestreut zu haben, wie Ines Becker sagt. Um danach auch alle anderen kommunalen Flächen von Schnee und Eis zu befreien. "Und bei anhaltendem Schneefall geht es dann mitunter von vorn los." Wie der Winterdienst gegebenenfalls auch nicht schon ganz früh, sondern erst mit eintretendem Schneefall in den Vormittags-, Mittags, Nachmittags- oder Abendstunden mit seinen Räumungs- und Streuarbeiten beginnt.

An Technik stehen den Winterdienstleuten der Westlichen Börde mehrere Multicars wie auch zwei Kommunaltraktoren zur Verfügung, die allesamt umgerüstet, also für den Winterdienst mit Schiebeschild und Streuanlage einsatzbereit sind. Wobei in der Westlichen Börde auf den kommunalen Straßen, Gehwegen und Plätzen kein Salz getreut wird. "Wir streuen Sand und Splitt und haben damit gute Erfahrungen", wie die Verbandsgemeindebürgermeisterin sagt und zusichert, dass genügend Sand und Splitt in den Depots liegt. Auch für den Fall, dass es noch ein strenger und langer Winter mit viel Eis und Schnee wird.

"Allerdings können wir gut auf einen solchen harten Winter verzichten", so Ines Becker. Unter anderem auch, weil die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft in den vier Mitgliedskommunen der Westlichen Börde noch etliche andere Aufgaben zu erledigen haben und derzeit erledigen. "Jetzt ist beispielsweise die Zeit für den Baum- und Heckenschnitt." Und der würde auf der Strecke bleiben, wenn die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft ausschließlich mit dem Winterdienst beschäftigt wären.