Alikendorfs Ortswehrleiter Jens Siebert hat die Jahreshauptversammlung genutzt, auch um eine ganz persönliche Bilanz zu ziehen. Vor sechs Jahren wurde er Wehrleiter und die Alikendorfer Feuerwehr hat sich zu einer Truppe gemausert, über die in der Umgebung mit viel Anerkennung gesprochen wird.

Alikendorf l Vor sechs Jahren habe Jens Siebert gemeinsam mit seinem Stellvertreter Michael Werner eine Wehr mit einem guten Grundstock übernommen und sie zu einem guten Niveau geführt. "In den vergangenen Jahren haben wir Kameraden viele Dienststunden geschruppt, sind zu langen, kurzen und frühen Einsätzen ausgerückt", fasste der Ortswehrleiter zusammen. Positiv sei die Bilanz in Sachen Ausbildung auf Kreis- und Landesebene. Die 18 aktiven Kameraden absolvierten insgesamt 122 Lehrgänge, davon allein 69 in den vergangenen sechs Jahren. Und dabei können sich die Kameraden immer auf die Unterstützung ihrer Ehefrauen, Lebenspartner, des Fördervereins, des Ortschaftsrates, der Ortsbürgermeisterin und der Stadt verlassen.

"Bei all dieser positiven Bilanz frage ich mich manchmal, was ich mir da antue. Formulare ausfüllen, Schreiben beantworten, dank der deutschen Bürokratie manchmal mehrfach.

Wehrleiter Jens Siebert

Auch gäbe es in Alikendorfer eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen des Ortes. "Bei all dieser positiven Bilanz frage ich mich manchmal, was ich mir da antue. Formulare ausfüllen, Schreiben beantworten, dank der deutschen Bürokratie manchmal mehrfach. Und dann frage ich mich, ob ich nicht den Beruf verfehlt habe und doch besser Kindergärtner geworden wäre. Aber andererseits bin ich stolz darauf, dass unsere Feuerwehr zur Sicherheit der Bürger beiträgt und das kulturelle Leben im Ort mitbestimmt", fasste Jens Siebert seine persönliche Bilanz zusammen. Das Jahr 2014 brachte den Kameraden vier Einsätze und damit 121 Einsatzstunden. Insgesamt leisteten die Alikendorfer Feuerwehrleute 700 Dienststunden. Zu dem Dienstabenden kamen durchschnittlich sieben Kameraden. Wie im ganzen Dorf drehte sich auch bei der Alikendorfer Wehr im vergangenen Jahr alles um die 1050-Jahr-Feier des kleinen Dorfes. Die 17 Männer und die eine Frau waren bei der Vorbereitung und bei der Durchführung des Festes eine große Stütze.

Doch schon steht der Wehr ein neues Jubiläum ins Haus. Dieses Mal ist es das eigene. Die Wehr wird 80 Jahre und der Förderverein 10 Jahre alt. Diese Ereignisse solle am 30. Mai gefeiert werden. Und an den Bürgermeister von Oschersleben gerichtet, Dieter Klenke war wie Stadtbrandmeister Sven Könnecke und die Ortsbürgermeisterinnen Inge Pohle und Gabi Osterburg Gast der Versammlung, meinte Jens Siebert, dass es doch schön wäre, wenn zum Jubiläum das neue Fahrzeug schon da wäre.

Geplant seien für dieses Jahr jeweils zwei Lehrgänge für Truppführer und Maschinisten.

In seinem Grußwort machte Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke, der sozusagen auf Abschiedstour durch die Feuerwehren ist, deutlich, dass er sich dafür einsetzen werde, dass das neue Fahrzeug zum Jubiläum im Alikendorfer Gerätehaus steht. Dieter Klenke fand viele lobende Worte für die Kameraden und deren Wehrleitung, die es gut versteht, die gesamte Truppe zu motivieren. Besonders lobenswert findet er die Tatsache, dass die Wehr mit 18 aktiven Kameraden, die übrigens auch aus Kleinalsleben kommen, fünf Atemschutzgeräteträger vorweisen kann.

Stadtwehrleiter Sven Könnecke versprach, dass die Alikendorfer Feuerwehrleute in diesem Jahr wieder die Gelegenheit bekommen werden, im Rahmen einer Einsatzübung gemeinsam mit den Kameraden aus Hadmersleben ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch berichtete er, dass ein Logistikzug aufgebaut werden solle. Bei längeren Einsätzen solle dieser die Versorgung der Kameraden absichern. Sven Könnecke regte zudem die Gründung einer Jugendwehr an. Jens Siebert jedoch verwies in dieser Hinsicht auf die Zusammenarbeit mit der Hadmersleber Jugendwehr, das funktioniere sehr gut.

Für die diesjährige Jahreshauptversammlung stand in Alikendorf auch die Neuwahl der Wehrleitung an. Mit Jens Siebert und Michael Werner wurden für die Führung erneut vorgeschlagen und stellten sich der Wahl. Beide wurden ohne Gegenstimmen von den aktiven Kameraden als Wehrleiter sowie als Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt und beide nahmen die Wahl auch an.

 

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