Oschersleben l Marcus Grada aus Gröningen hat mit Wasserfarben eine Taube gemalt. "Sie bringt den Frieden von Mensch zu Mensch und von Land zu Land", begründet der Zwölfjährige die Wahl seines Motivs. Er besucht die sechste Klasse des Oschersleber Gymnasiums und hatte, wie etwa zwei Dutzend seiner Mitschüler, im Rahmen des Ethik-, Sprach- und Musikunterrichts an dem Wettbewerb des Lions-Clubs teilgenommen.

An die Schule gebracht hatten ihn die Damen der Lions Oschersleben "Die Börde" schon vor einigen Jahren. "Bereits das vierte Mal haben wir im vergangenen Jahr aufgerufen, mitzumachen", sagte deren Vize-Präsidentin Sigrid Joachim und ergänzte: "Dieses Mal wurden sehr anspruchsvolle Arbeiten eingereicht." Die Jury habe es sich nicht einfach gemacht, um die drei besten Werke auszusuchen, die dann in die nächste Auswahlrunde weiterzudelegiert wurden. "Wir haben die Bilder an den Lions-Distrikt Sachsen-Anhalt/Thüringen weitergeleitet. Hier hier konnten sie diese guten Platzierungen erreichen", erzählt die Lions-Mitstreiterin Gertrud Mosch.

Dafür gab es gestern für Marcus einen Geldpreis. Über Taschengeld durfte sich auch Paula Schmidt aus Hordorf freuen. Sie lernt ebenfalls in der sechsten Klasse des Oschersleber Gymnasiums und hatte am Plakatwettbewerb teilgenommen. Auf ihrem Bild ist ein Baum zu sehen, an dem Symbole wie die weltbekannten Peace-Zeichen hängen. "Er sieht aus wie ein Stammbaum. Damit wollte ich die Verbundenheit der Länder darstellen. Alle Religionen und alle Kontinente sollten zusammenrücken und sich gegenseitig helfen", fordert die Gymnasiastin. Außerdem zieren zwei Hände mit unterschiedlichen Hautfarben das Werk des Mädchens und bilden ein Herz. "An dem Thema fand ich gut, dass wir es einmal kreativ darstellen konnten", sagt Paula.

Der Dritte in Bunde der gestern Ausgezeichneten ist Julian Pietsch. "Ich habe die Erde in Form eines Herzens gemalt. Es soll die Liebe, die uns erst zum Menschen macht, symbolisieren", erklärt der junge Künstler. Außerdem sind auf seinem Werk zwei sich festhaltende Hände zu sehen, gemalt in unterschiedlicher Hautfarbe. "Ich wollte damit den Zusammenhalt von Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion, zeigen", erklärt Julian.

In den Genuss von Geld kamen jedoch nicht nur Paula, Marcus und Julian. Die Lions-Damen überreichten einen Umschlag mit 200 Euro als Spende für den Förderverein des Gymnasiums. "Wir wollen und damit für den Einsatz bedanken. Besonders loben wollen wir Kerstin Hädrich, die alle Fäden in der Hand hielt", betont Sigrid Joachim.

Den Plakatwettbewerb des Lions-Club International gibt es seit rund 25 Jahren. "Millionen von Kindern aus 100 Ländern der Erde haben sich bisher daran beteiligt", betonte die Lions-Kollegin Tanja Brandt.