Nun ist es offiziell: Um das Bürgermeisteramt der Stadt Oschersleben werden sich sechs Kandidaten zur Wahl am Sonntag, 22. März, stellen. Der Wahlausschuss hat am Dienstagabend allen Bewerbern seine Zustimmung gegeben.

Oschersleben l Aus den Unterlagen des Wahlausschusses ist zu ersehen, dass die parteilose Andrea Hasselmann am 3. Februar als erste Kandidatin ihre Unterlagen inklusive Unterstützerunterschriften im Wahlbüro abgegeben hatte. Auch eine Wählbarkeitsbescheinigung vom Einwohnermeldeamt lag bei. "Damit hat Frau Hasselmann alle nötigen Voraussetzungen erfüllt", erklärte der Vorsitzende des Wahlausschusses, Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos). Anschließend stimmten die Ausschussmitglieder, bestehend aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung, einstimmig für die Wahlzulassung der Kandidatin.

Eine Frau und fünf Männer treten an

Ursprünglich wollte Andrea Hasselmann für die CDU kandidieren, trat jedoch aufgrund parteiinterner Querelen im Dezember 2014 aus. Auf der Nominierungsveranstaltung der Christdemokraten hatte die Parteibasis gegen den Vorstand der Orts-CDU aufbegehrt, der Hasselmann einst ins Spiel gebracht hatte, und wollte einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken.

Der parteilose Benjamin Kanngießer, der für die SPD ins Rennen um Oscherslebens höchstes Amt geht, hatte den Unterlagen zufolge seine Bewerbungsmaterialen ebenfalls am 3. Februar eingereicht. Auch er wurde vom Wahlausschuss einstimmig zugelassen. Der 34-Jährige war von den wahlberechtigten Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Mitte Dezember 2014 fast einstimmig gewählt worden.

Am 17. Februar hatte der ebenfalls parteilose Martin Laczkowski seine Bewerbungsunterlagen abgegeben. Damit hatte auch er alle Voraussetzungen erfüllt und wurde ebenfalls einstimmig vom Ausschuss zur Wahl zugelassen. Gegenüber der Volksstimme wollte er jedoch keine näheren Informationen von sich preisgeben. "Das ist schon in Ordnung so. Mich kennt jeder zweite Oschersleber", sagte er. Auch die Veröffentlichung eines Fotos mit seinem Konterfei lehnte er ab.

Mit Andreas Kersten hat die CDU ein Mitglied zum Kandidaten gekürt, der offenbar auf eine breite Unterstützung aus der Parteibasis bauen kann. Seine Wahlunterlagen gingen am 20. Februar im Büro des Wahlleiters ein. Auch er wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig zur Wahl zugelassen.

Von der Alternative für Deutschland (AfD) geht ebenfalls ein Kandidat ins Rennen. Sein Name ist Dirk Zitzelsperger. Der 43-jährige Oschersleber hatte seine Unterlagen am vergangenen Montag eingereicht. "Ich sehe es als große Chance, dass nach dem Ausscheiden Dieter Klenkes aus seinem Amt große Veränderungen passieren. Dafür mache ich mich stark", sagte Zitzelsperger gegenüber der Volksstimme.

Der parteilose Toralf Müller hatte seine Unterlagen erst kurz vor Ende der Frist, nämlich am Dienstagmittag abgegeben. Dennoch waren für die Mitglieder des Wahlausschusses die eingereichten Unterlagen in Ordnung. Müller wurde einstimmig zur Bürgermeisterwahl zugelassen. Bekannt ist der 46-Jährige aus Hordorf zumindest in Kulturkreisen. Seit Jahren leitet er als Vereinsvorsitzender das Blasorchester Oschersleben. Somit werden nunmehr eine Frau und fünf Männer zur Wahl um das Amt des Bürgermeisters am 22. März antreten.

Die Volksstimme lädt interessierte Bürger am Mittwoch, 11. März, zum Wahlforum in den Gasthof Schondelmaier ein. Ab 19 Uhr werden sich die Kandidaten den Fragen der Redakteure und Bürger stellen.

   

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