An diesem Platz stellen wir heute und in den nächsten Tagen die Kandidaten für die Oschersleber Bürgermeisterwahl am 22. März vor. Die Reihenfolge dieser Kandidatenporträts wurde nach dem Alphabet festgelegt. Nach Andrea Hasselmann (2. März) folgt Benjamin Kanngießer, der als Parteiloser für die SPD antritt. Der parteilose Martin Laczkowski hat unser Porträtangebot abgelehnt.

Oschersleben l Sportlich kommt der 34-jährige Benjamin Kanngießer daher. Dabei hat der studierte Volkswirt die Liebe zum Radfahren und zum Fußballspielen erst spät entdeckt. "Als Kind haben wir zwar draußen, vor allem in der Nähe des Großen Bruches, wo wir gewohnt haben, rumgebolzt, aber in einem Sportverein war ich nicht engagiert", berichtet Benjamin Kanngießer. Das hat sich heute geändert. Er spielt Fußball bei der DJK Oschersleben und ist vor allem im Gröninger Sportverein in der Abteilung Radsport aktiv. Bei seinen Touren, egal ob mit dem Renn- oder Torurenrad sowie Mountainbike, kann er gut ausspannen und findet so einen Ausgleich zu seiner vorwiegend sitzenden Tätigkeit in der Bundesagentur für Arbeit in Magdeburg. Doch mit der Kandidatur um das höchste Amt im Oschersleber Rathaus müssen derzeit die Räder immer häufiger stehenbleiben.

Benjamin Kanngießer hat nach dem Abitur am Oschersleber Gymnasium an der Uni in Halle Volkswirtschaft studiert. Sein Faible für die Zahlen und möglicherweise auch für die Kommunalpolitik hat ihm sein Vater Burkhard Kanngießer mit in die Wiege gelegt. In der Agentur für Arbeit ist Benjamin Kanngießer nach mehreren verschiedenen Stationen nun in Magdeburg im Bereich Controlling und Finanzen tätig. Verwaltungsarbeit ist also kein Fremdwort für ihn.

Auch der Wehrdienst, den er von 1999 bis 2000 leistete, "klingt" heute noch nach. Der Reserveoffizier im Dienstgrad eines Hauptmanns ist als Verbindungsoffizier im Kreisverbindungskommando Börde aktiv. "Ich bin sozusagen militärischer Berater im Katastrophenschutz, war beispielsweise beim Hochwasser eingesetzt", berichtet Benjamin Kanngießer. Seine sportliche Seite kommt ihm auch bei militärischen Vielseitigkeitswettkämpfen zugute. "Unsere Reservistenmannschaft aus Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr immerhin im Bundesmaßstab einen zweiten Platz belegen können", berichtet Benjamin Kanngießer. Bei so vielen sportlichen Aktivitäten ist es kein Wunder, dass von seinem weiteren Hobby, so gar nichts zu sehen ist: "Ich esse gern und gut. Und ich koche vor allem selbst", berichtet er. Aber er kocht nicht irgendwas und schon gar keine Hausmannkost: Exotisches und Außergewöhnliches bringt er für sich und seine Freundin auf den Tisch.

Noch hat er keine eigenen Kinder, doch die Patenkinder Clara-Helene und Neffe Friedrich in Helmstedt liegen ihm sehr am Herzen.

Wenn Sie mehr über die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl erfahren möchten, besuchen Sie unser Wahlforum am Mittwoch, 11. März, ab 19 Uhr im Gasthof Schondelmaier. Eintritt ist frei! Zudem veröffentlichen wir bis zum Wahltag auf einer Sonderseite die politischen Ziele der Kandidaten.