An diesem Platz stellen wir heute und in den nächsten Tagen die Kandidaten für die Oschersleber Bürgermeisterwahl am 22. März vor. Die Reihenfolge dieser Kandidatenporträts wurde nach dem Alphabet festgelegt. Nach Andrea Hasselmann (parteilos) und Benjamin Kanngießer (parteilos, SPD) folgt heute Andreas Kersten von der CDU. Der parteilose Martin Laczkowski hat unser Porträtangebot abgelehnt

Von Yvonne Heyer

Oschersleben l Für das Porträtfoto hatte Andreas Kersten einen außergewöhnlichen Wunsch. Vor der Puschkinschule sollte es aufgenommen werden. Für ihn symbolisiert dieses Gebäude Berufliches wie Privates: Immer hatte er etwas mit Bauen, mit Häusern zu tun. Da ist das Haus seiner Eltern, das Haus, welches er für die eigene Familie geschaffen hat. Derzeit ist Andreas Kersten auf der Suche nach einem neuem Baugrundstück. Nach der Scheidung möchte er wieder bauen. "Ein Passivhaus soll hier in Oschersleben entstehen", berichtet der 48-Jährige, der in Gräfenhainichen aufgewachsen ist und 1988 der Liebe wegen in die Bodestadt kam. Für ein Foto vor der Puschkinschule hat er sich entschieden, weil die erfolgte Schulsanierung etwas mit seiner beruflichen Tätigkeit zu tun hat. "Ich arbeite im Bau-und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, dem ehemaligen Landesbetrieb Bau. In Sachen Fördermittel bin ich schon im ganzen Land unterwegs gewesen", erzählt Andreas Kersten. Aber er lässt nicht nur bauen oder kümmert sich um Bauten, nein der CDU-Mann bezeichnet sich selbst als Macher, als Heimwerker, der selbst mit anpackt.

Nach der 10. Klasse hat Andreas Kersten eine Berufsausbildung mit Abitur zum Instandhaltungsmechaniker in Bitterfeld absolviert und ging danach für ein Ingenieurstudium nach Magdeburg.

Zeit für Hobbys bleibt dem Vater eines 26-jährigen Sohnes, der in Leipzig Volkswirtschaftslehre studiert, nur wenig. Auch um den Kopf freizubekommen, schnürt Andreas Kersten regelmäßig die Joggingschuhe. Seine Lieblingsrunde verläuft über die Breitscheidstraße in Richtung Neubrandsleben und wieder zurück nach Oschersleben. Schlappe acht Kilometer kommen dabei zusammen. "Aber was er macht, das macht er eben richtig, halbe Sachen gibt es nicht und das gilt für alle Lebensbereiche", erzählt seine Lebensgefährtin Iris Pluhm. Und sie meint damit auch ein weiteres Hobby von Andreas Kersten: das Kochen. Er kocht aber nicht irgendwas, sondern lässt sich immer neue Kreationen einfallen.

Bei aller Ernsthaftigkeit und organisiertem Arbeiten, die der Berufsalltag so mit sich bringt: Andreas Kersten kann auch sehr spontan sein. "Das äußert sich beispielsweise darin, dass wir uns einfach ins Auto setzen und eben mal nach Leipzig zum Kaffeetrinken fahren. Aber derartige Aktionen sind für mich ein willkommener Ausgleich zum Alltag, so kann ich Kraft tanken", meint der Bürgermeisterkandidat.

Wenn Sie mehr über die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl erfahren möchten, besuchen Sie unser Wahlforum am Mittwoch, 11. März, ab 19 Uhr im Gasthof Schondelmaier. Eintritt ist frei! Zudem veröffentlichen wir bis zum Wahltag auf einer Sonderseite die politischen Ziele der Kandidaten.