Oschersleben (spt) l Die Fraktionen von SPD und Linke im Oschersleber Stadtrat wehren sich gegen die jüngsten Vorwürfe des Bewos-Aufsichtsrates. "Wie weit sind wir eigentlich gekommen, wenn diejenigen in die Ecke der Verhinderer, Verzögerer und Verantwortungslosen gestellt werden, die bestimmte Investitionsvorhaben der Bewos kritisch hinterfragen", teilten die Sozialdemokaten Burkhard Kanngießer und Wolfgang Zahn sowie Manfred Nörthen (Linke) in einer gemeinsam verfassten Stellungnahme mit. Es sei legitim und geboten, Wirtschaftlichkeitsberechnungen für Projekte wie der Burg und des Bahnhofs zu fordern, um bestimmte Risiken einschätzen zu können. Auch sei nach deren Sinnhaftigkeit zu fragen.

Die jüngsten Auseinandersetzungen nahmen während der Haushaltslesung in der Stadtratssitzung vor gut zwei Wochen ihren Anfang. Knackpunkten waren die eingeplanten Zuweisungen an die städtische Wohnungsgesellschaft Bewos. Deshalb war der Etat für 2015 nicht beschlossen worden. Stattdessen hatten sich die Räte auf die Gründung einer Arbeitsgruppe verständigt. In einer Stellungnahme des Bewos-Aufsichtsrates wurden daraufhin Manfred Nörthen, Wolfgang Zahn und Burkhard Kanngießer scharf attackiert, indem ihnen unverantwortliches Handeln, Auswüchse an Meinungsäußerungen, oberflächliches Befassen mit der Arbeit der Bewos und Nestbeschmutzung vorgeworfen wurde. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserer Printausgabe vom Donnerstag, 4. März.