In seinem Jahresbericht hat Jörg Gildemeister, Vorsitzender der Schützengesellschaft Hadmersleben, Licht und Schatten des vergangenen Vereinsjahres beleuchtet. Zwar sei die Zahl der Mitglieder gestiegen, doch noch immer komme das sportliche Schießen zu kurz.

Hadmersleben l Das Hadmersleber Schützenhaus hatte sich zur Jahreshauptversammlung gut gefüllt. Jörg Gildemeister eröffnete als Chef der Schützengesellschaft die Mitgliederversammlung mit einem Geburtstagsgruß. Bogenschütze Max Maindok wurde zwölf Jahre alt.

"Nach dem Schützenfest ist die Mitgliederversammlung ein wichtiger Höhepunkt des Vereinslebens. Ziehen wir doch hier das Fazit des vergangenen Jahres und legen die Richtlinien für 2015 fest", begann der Vereinschef seinen Jahresbericht. Grundlage des Handelns für alle Vereinsmitglieder sollte der beschlossene Veranstaltungsplan sein und dieser wurde 2014 erfolgreich abgearbeitet. Jörg Gildemeister schätzte ein, dass die Arbeitseinsätze auf dem Schießplatzgelände sowohl von der Teilnehmerzahl als auch vom Ergebnis her als positiv zu bewerten seien. "Wir haben viel geschafft, auch weil die Einsätze gut vorbereitet waren", so sein Fazit. Auch haben die "Rentnerbrigade" und die Ein-Euro-Kraft etliche Werterhaltungsmaßnahmen ausgeführt. Für ihr Hobby finden die Schützen also beste Bedingungen vor und dennoch musste Jörg Gildemeister wie schon in den Jahren zuvor kritisieren, dass das sportliche Schießen noch immer zu kurz komme. Die Beteiligung an den Vereinsmeisterschaften in den verschiedenen Waffendisziplinen könne besser sein. Vor allem die Damen sprach der Vereinsvorsitzende an, da sie nicht einen Wettbewerb bestritten.

"Vor allem die hohe Qualität unseres Trap-Standes hat sich herumgesprochen. Zum Nachtrapschießen unter Flutlicht im November reisten Vereine von weit her an.

Die Hadmersleber Schützengesellschaft wird wie schon im vergangenen Jahr auch 2015 wieder Ausrichter der Kreismeisterschaften "Trap" auf der modernen Anlage sein. "Trotz des fehlenden Übungsleiters war der Wettkampf 2014 gut vorbereitet und organisiert", stellte Jörg Gildemeister fest.

Im vergangenen Jahr war die Schützengesellschaft Hadmersleben auch der Gastgeber für das Pokalschießen der Oschersleber Schützenvereine. Jedoch hätten sich die Organisatoren mehr Teilnehmer gewünscht. Von den zehn Oschersleber Vereinen waren nur fünf erschienen. Alle vier Pokale gingen übrigens an die Hordorfer Schützen.

Zum wiederholten Male wurde 2014 ein Tag der offenen Tür veranstaltet. "Gefühlt waren es weniger Besucher als in den Vorjahren, doch der Tag war wieder ein voller Erfolg", schätzte Jörg Gildemeister ein, der in diesem Zusammenhang auch auf eine positive Mitgliederbilanz verwies. Derzeit habe die Schützengesellschaft Hadmersleben 109 Mitglieder. Damit sei der Verein um zehn Mitglieder gewachsen und gehöre zu den stärksten Schützenvereinen des Altkreises Oschersleben. Vor allem die Bogenschützen hätten weiter guten Zulauf. Andererseits sei Masse zwar gut für die Finanzen des Vereins, aber eben nicht immer gleich Klasse. So verwies der Vereinschef auch darauf, dass mehr qualitativ gute Übungsleiter gebraucht werden. Zudem sprach Jörg Gildemeister an, dass es allerhöchste Zeit sei, jüngere Leute an verantwortungsvolle Aufgaben heranzuführen, neue Leitungsstrukturen zu finden und damit einen Generationswechsel in der Führungsriege einzuläuten.

Wurde im vergangenen Jahr das Schützenfest im kleineren Rahmen gefeiert, soll es 2015 wieder etwas größer ausfallen. Das Fest ist Bestandteil der Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag des Sportvereins und des 25-jährigen Bestehens der Börde-Fleischwaren GmbH Hadmersleben.