Noch in diesem Jahr starten in der Oschersleber Innenstadt Bauarbeiten in der Halberstädter Straße. Unter der großen Überschrift eines Architektenwettbewerbs "Mut zur Lücke" wird sich auch in der Bodestadt eine hässliche Baulücke schließen.

Oschersleben l Als in diesen Tagen Bau- und Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) zu einem, Arbeitsbesuch in Oschersleben weilte, nutzte er einen Spaziergang durch die Innenstadt, um sich über Projekte zu informieren, die das Stadtbild bereits positiv beeinflusst haben und es noch werden. Dazu gehören die Sanierung der Burg oder der Bau einer Tagesklinik im Seilerweg. Zukunftsmusik ist derzeit noch das Projekt "Mut zur Lücke". Wobei sich schon bald das Bild in der Halberstädter Straße verändern wird. "Am 30. März beginnt der Abriss des bereits leergezogenen Wohn-und Geschäftshauses", berichtet Christian Reimann, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft "Neues Leben". Die Genossenschaft hatte sich gemeinsam mit der Stadt Oschersleben am Architektenwettbewerb "Mut zur Lücke" beteiligt, um für das Areal Halberstädter Straße 93 bis 97, zu dem besagtes Wohn- und Geschäftshaus und ein Parkplatz gehören, neue Ideen für die Bebauung und Gestaltung zu bekommen. Den Wettbewerb hatte seiner Zeit der Architekt Guido Großmann aus Halle gewonnen. "Das Projekt ist in einigen wenigen Punkten abgewandelt worden. Fakt bleibt aber, dass insgesamt 17 barrierearme und barrierefreie Wohnungen, zwei Fahrstühle sind eingeplant, plus Geschäfte im Untergeschoss entstehen werden. Das Fleischergeschäft welches ausziehen musste, hat bereits bekundet, nach dem Neubau wieder einziehen zu wollen. Wir bemühen uns auch, wieder einen Bäcker zu gewinnen", berichtete Christian Reimann im Gespräch mit dem Minister und Bürgermeister Dieter Klenke.

Etwa 2,8 Millionen Euro sollen in die Umsetzung des Projektes fließen. "Fördermittel bei der Investitionsbank haben wir beantragt, jedoch wurde uns ein Großteil gestrichen, was wir nicht nachvollziehen können. Dennoch steht die Finanzierung", so Reimann. Zum weiteren Bauablauf informierte er, dass nach dem Abriss des alten Hauses sowie des Parkplatzes die Bauarbeiten beginnen können und zum Ende des Jahres der Rohbau stehen soll.

In jedem Fall gäbe es bereits erste Anfragen für die Wohnungen.

Bürgermeister Dieter Klenke sieht in dem geplanten Bauvorhaben, dass eine Dreckecke verschwinde und künftig im Oschersleber Stadtzentrum eine schön gestaltete Linie entstehe, die sich von der Burg bis zum Rathaus ziehen wird.