Kroppenstedt l Die Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes haben in den vergangenen Tagen die Ermittlungen zum tragischen Tod eines Traktoristen auf dem Feld bei Kroppenstedt fortgesetzt.

"Uns ist die am Tag des Unfalls fehlende Bedienungsanleitung vom landwirtschaftlichen Unternehmen zugefaxt worden. Die Bedienungsanleitung war für uns wichtig, um die Frage beantworten zu können, wie der Bedienvorgang hätte aussehen müssen, um die Ackerwalze zu starten und welcher Bedienvorgang tatsächlich vorlag", erklärte Dietrich Probst, Dezernatsleiter im Gewerbeaufsichtsamt Magdeburg.

Nach dem Blick in die Bedienungsanleitung und den sofort am Unfalltag unternommenen Untersuchungen müsse nun mit großer Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, dass eine Fehlbedienung des Traktoristen vorliege. "Die Hydraulik wurde falsch bedient. Die hydraulischen Hebel der Ackerwalze fanden unsere Mitarbeiter in einer sogenannten Schwimmstellung vor. Das heißt also in einer beweglichen Stellung. Doch die Hydraulik hätte arretiert werden müssen. Wir gehen davon aus, dass diese falsche Einstellung dazu führte, dass sich die tonnenschwere Ackerwalze bewegte, was durch die Hanglage des Ackerstückes noch begünstigt wurde", erklärt Dietrich Probst. Es könne nur so gewesen sein, fasst Dietrich Probst den jetzigen Ermittlungsstand zusammen. "Trotzdem der Traktorist erfahren war, so etwas passiert. In jedem Fall werden wir uns weiter mit diesem tragischen Unfall beschäftigen, eingeschlossen sind weitere technischen Überprüfungen auch seitens des Herstellers und der Unfallkasse", fasst Dietrich Probst zusammen.

Auch bei früherem Fund keine Überlebenschance

In Kroppenstedt hatte auch die Diskussion die Runde gemacht, ob der Traktorist hätte gerettet werden können, wenn er früher gefunden worden wäre. Diese Frage hat Dietrich Probst auf Nachfrage der Volksstimme jedoch eindeutig verneint. "Für den Mann hätte es keine Rettung gegeben", so seine Auffassung.