Wohlgemut auf ins 136. Jahr! Das hat sich der Männergesangverein Badeleben auf die Fahnen geschrieben und auch schon mit einem neuen eigenen Lied aufhorchen lassen, dessen öffentliche Premiere am Sonntag in Wackersleben ansteht.

Badeleben l In einer Hauptversammlung, die wahrlich eine frohe Runde mit kleinen Zoten und lockerem Verlauf darstellte und somit ganz dem Chor- und Vereinsnamen "Frohsinn" entsprach, hat der Badeleber Männergesangverein Rückschau auf sein Jubiläumsjahr gehalten und sein Pensum für 2015 beschlossen.

In seinem Rechenschaftsbericht hob Vorsitzender Udo Schliestedt die Vielzahl der Vereinsaktivitäten hervor: 45 Singabende im gemütlichen Probenraum, 19 Auftritte vom Geburtstagsständchen bis zum Weihnachtskonzert, dazu Ausflüge, Feiern und Beteiligungen an Veranstaltungen befreundeter Vereine. Aus allem steche jedoch die 135-Jahr-Feier hervor, wie Schliestedt betonte: "Das war ein überwältigendes Ereignis für uns und Badeleben. Ein wunderbares Fest, und ich würde mich freuen, wenn das zum 140-jährigen Bestehen wiederholt wird." Dank richtete er in diesem Zusammenhang "noch einmal an alle Helfer, Besucher und Sponsoren, ganz besonders an die Gemeinde, die Gemeindearbeiter, die Feuerwehr und den Kindergarten".

Mit dem Weihnachtssingen für die Völpker Senioren in der Sporthalle habe man einen weiteren Volltreffer gelandet: "Das ist sehr gut angekommen und wird in diesem Jahr auch wieder stattfinden."

Nicht minder zufriedenstellend seien die beiden vereinseigenen Traditionskonzerte im Frühling und Advent verlaufen. Die Frauensportgruppe sei dabei eine wichtige organisatorische Stütze gewesen. "Und speziell das Weihnachtskonzert mit geschätzten 240 Besuchern und über 50 Mitwirkenden war für mich einer der größten Höhepunkte in meinem nun 50-jährigen Vereinsleben", sagte Schliestedt, der für dieses persönliche Jubiläum auch prompt vom anwesenden Chorkreisvorsitzenden, Joachim Bau, geehrt wurde - wie auch Sangesbruder Uwe Baumast für 40 Jahre und Rainer Scheske (10 Jahre) als passives und dennoch treues Mitglied der Badeleber Chorfamilie.

Und was wäre diese Familie ohne ihre Mutter? Birgit Gollmer kümmert sich seit 25 Jahren um die musikalischen Belange ihrer Herrenbande und um noch so viel mehr. "Was Birgit leistet, verdient allergrößten Respekt", brachte es Udo Schliestedt auf den Punkt. Jüngste Errungenschaft der Dirigentin und ihres derzeit 26-köpfigen Gesangskörpers ist eine fröhlicher Ohrwurm namens "Bierlied" - ein selbst getexteter und vertonter augenzwinkernder Lobgesang aufs kühle Blonde. Wie Männer nun mal so sind. Die Premiere vor Publikum erklingt passenderweise am kommenden Sonntag anlässlich des Wackersleber Bockbierfestes.

Ein Wunsch des Vereins für die nahe Zukunft wäre die kleidsame Neuausstattung. "Wir arbeiten daran, aber es gibt noch keine konkreten Pläne, und es ist natürlich vor allem eine Geldfrage", erklärte dazu Sänger Uwe Heidtmann.

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