Der Wahlausschuss von Oschersleben hat am Dienstagnachmittag die vorläufigen Ergebnisse der Bürgermeisterwahl vom Sonntag bestätigt. Ein amtliches Endergebniss gab es dennoch nicht - gut zwei Wochen haben Bürger Zeit, Einsprüche geltend zu machen.

Oschersleben l Laut Statistik haben von 17358 Wahlberechtigten insgesamt 6880 ihre Stimme abgegeben, also 39,6 Prozent. Das sind zwei Prozent mehr als zur Bürgermeisterwahl im Jahr 2007. "Darunter waren auch 75 ungültige Stimmen", erklärte Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke (parteilos), der auch das Amt des Wahlleiters übernommen hatte.

Der Sieger des diesjährigen Wählervotums ist Benjamin Kanngießer. Insgesamt 4038 Oschersleber gaben dem Parteilosen, der für die SPD ins Rennen gegangen war, ihre Stimme. Das macht glatte 60 Prozent. Die meisten Stimmen konnte der 34-Jährige in Oschersleben verbuchen. Im Wahlbereich 1, dem Diesterwegring in der Kernstadt, konnte er sogar über 70 Prozent aller Stimmen auf sich verbuchen. Einzig in Peseckendorf war er für die Wähler nur die zweite Wahl mit 36,1 Prozent.

Das war auch der Wahlkreis, dessen Wähler am liebsten der parteilosen Andrea Hasselmann vertraut hätten. Sie konnte hier mit 23 Wählerstimmen eine Wählerstimme mehr als ihr Konkurrent auf sich vereinen. Auch in ihrem Heimatort Klein Oschersleben entschieden sich mit 35,7 Prozent recht viele Wähler für die Oschersleberin. Dennoch schaffte Kanngießer hier 50,2 Prozent. Die wenigsten Stimmen erhielt Hasselmann im Wahlbereich Am Diesterwegring in der Kernstadt mit 8 Prozent sowie in Beckendorf mit 9,1 Prozent. Die Stadträtin landete mit insgesamt 17,1 Prozent aller Wählerstimmen auf dem zweiten Platz.

Als dritte Kraft ging der CDU-Kandidat Andreas Kersten mit 13,5 Prozent aus der Bürgermeisterwahl hervor. Er konnte in Kleinalsleben mit 30 Prozent die meisten Wähler für sich mobilisieren, musste sich aber auch hier dem starken Benjamin Kanngießer mit 42 Prozent der Wählerstimmen geschlagen geben.

Der parteilose Toralf Müller belegte laut der Statistik den 4. Rang. Den Leiter des Oschersleber Blasorchesters wollten insgesamt 238 Oschersleber im Chefsessel des Rathausses sehen. Das macht 4,2 Prozent. Mit 14 Prozent konnte Müller die meisten Stimmen in seinem Wohnort Hordorf auf sich vereinen, die wenigsten mit 1,6 Prozent in Peseckendorf.

Mit 3,4 Prozent erreichte Dirk Zitzelsperger den vierten Rang in der Wählergunst. In Peseckendorf kam er sogar auf 9,8 Prozent, in Kleinalsleben jedoch machte nicht ein einziger Bürger ein Kreuz hinter dem Namen des AfD-Mitglieds.

Martin Laczkowski schenkten die wenigsten Wahlberechtigten ihr Vertrauen. Mit einem Gesamtergebnis von 1,9 Prozent belegte er den letzten Platz. Sowohl in Alikendorf als auch in Peseckendorf stellte sich keiner der Wähler hinter den Oschersleber. Sein bestes Ergebnis mit 4,9 Prozent der abgegebenen Stimmen konnte er im Alten Dorf in Oschersleben einfahren.

Die amtliche Bekanntmachung der Wahlergebnisse erfolgt am 10. April im Amtsblatt. Bis dahin haben Oschersleber die Möglichkeit, Einspruch einzulegen.