Die Grundschule "Burg Ummendorf" hat eine Sanitätsgruppe gegründet. 15 kleine Helferlein sollen künftig verarzten können, wenn es nottut.

Ummendorf l Kratzer, Beulen und manchmal auch Brüche - Verletzungen sind nicht völlig vermeidbar, doch dann kommt es auf die Versorgung an, sprich die Erste Hilfe. Nicht nur schnell, sondern vor allem versiert. Sei es auch nur ein Unwohlsein oder eine Schürfwunde, dem Kinde will geholfen sein. Genau da setzt der Schulsanitätsdienst an, den die Grundschule "Burg Ummendorf" nun als weitere Partnerin des DRK-Kreisverbands Wanzleben in ihr pädagogisches Programm aufgenommen hat.

"Mittlerweile beteiligen sich schon sechs Schulen aus unserem Bereich am Projekt Schulsanitätsdienst", freut sich die ehrenamtliche Jugendrotkreuzleiterin Heike Astalosch über den Zuwachs. Zum Einstieg überreichte sie der neuen Gruppe die Startersets mit Sani-Taschen und Übungsmaterial. Die Leitung der jungen Notfallhelfer haben die pädagogischen Mitarbeiterinnen Karin Nieme und Simone Herzberg übernommen.

"Es geht nicht nur allein darum, Folgen von Unfällen zu vermindern", betont Astalosch, "die Schulsanitäter lernen außerdem, Gefahrenquellen oder -situationen zu erkennen und einzuschätzen." Insofern diene das Projekt ebenso der Unfallprävention. "Es bedeutet auf jeden Fall ein Plus an Sicherheit", meint auch Schulleiterin Liane Helmecke und findet es "toll, dass Schüler bereit sind, Erste Hilfe zu leisten".

Auf ihren Einsatz vorbereitet werden die Kinder durch eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung. "Der Schulsanitätsdienst ergänzt die bewährte Versorgung ganz wesentlich", so Heike Astalosch. Die Schüler können im Ernstfall Verantwortung übernehmen und überlegt handeln. Sie sind fit in Erster Hilfe und haben Einfühlungsvermögen, denn das sind alles Grundsätze, die geschult werden."

Letztlich könne man das Projekt kurz und prägnant auf ein Leitmotiv bringen: "Schüler helfen Schülern." 15 Schulsanis haben sich dafür in Ummendorf gefunden. Zu ihren Aufgaben gehört ebenfalls die Wartung und Pflege der Materialen und Ausrüstung. Auch bei schulischen Veranstaltungen und natürlich in den Pausen sind sie gefragt, immer mit einem offenen Auge für brenzlige Situationen. Weitere Partner sind jederzeit willkommen, sagt Heike Astalosch: "Schulen, die Interesse daran haben, können sich bei uns informieren."

Kontakt - DRK-Kreisverband Wanzleben, Telefon: 039209/6390