Eine ehemalige Industriebrache in der Innenstadt von Oschersleben soll neu bebaut werden. Doch noch immer sind nicht alle Probleme geklärt, muss die Planung überarbeitet werden.

Oschersleben l Mit Beschluss des Stadtrates vom 4. Dezember 2013 wurde der Bebauungsplan für einen Einkaufsmarkt in der Lindenstraße auf den Weg gebracht. Der Investor plant mit dem Bau des Marktes die Industriebrache inmitten der Stadt zu beseitigen. Auf dem Gelände befand sich einst eine Mosterei, die 1990 still gelegt wurde. Die Fläche grenzt an die Lindenstraße in unmittelbarer Nähe des Kreuzungsbereiches Gartenstraße und Berliner Straße. Auswirkungen hätte der Bau des Einkaufsmarktes bis in die Gartenstraße hinein, denn hier müsse nicht nur ein Gebäude abgerissen werden, sondern sollte nach ursprünglichen Plänen auch die Verkehrsführung geändert werden. In der Gartenstraße, die bislang durchgehend eine Einbahnstraße ist, hätte auf einer Länge von rund 200 Metern die Verkehrsführung aufgeweicht werden müssen, gegenläufiger Verkehr sollte zugelassen werden. Das lehnte der Bauausschuss im September ab und mahnte eine neuerliche Planung auch in Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises an. "Das ist inzwischen geschehen", erklärt Matthias Steffen, Leiter der Planungsabteilung der Stadtverwaltung Oschersleben. "Die Zufahrt auf das Gelände des geplanten Einkaufsmarktes werde künftig für Lkw und Pkw von der Lindenstraße aus ausschließlich als Rechtsabbieger erlaubt. Ein Linksabbiegen von der Berliner Straße aus ist nicht vorgesehen", erklärt er weiter. Eine Ausfahrt -und Zufahrt nur für Pkw solle auch über die Gartenstraße möglich sein. Allerdings dürfe die Ausfahrt nur in Richtung der Einbahnstraße erfolgen.

Und während nun die Zu- und Ausfahrten zum geplanten Einkaufsmarkt überdacht und die Planungen entsprechend überarbeitet worden sind, habe sich ein neues Problem aufgetan. Um eine Zu- und Ausfahrt zum Einkaufsmarkt von der Gartenstraße aus zu schaffen, war geplant, ein nicht bewohntes Haus in dieser Straße abzureißen.

"Damit wiederum hat der Denkmalschutz ein Problem. Er sieht große Teile der Gartenstraße als denkmalwürdig an. Für den Hausabriss, der eine Lücke in die Straße reißen würde, müssen wir also eine neue Lösung finden und der Planer muss sich erneut mit dem Bebauungsplan beschäftigen", so die Aussage von Matthias Steffen.