Mit einer spektakulären Rettungsaktion ist das "Notfallprojekt" der Kita "Bussi Bär" in Groß Rodensleben am Donnerstag abgeschlossen worden. Die Kinder wurden Zeugen eines simulierten Unfalls, der den Einsatz des Rettungsdienstes erforderlich machte.

GroßRodensleben l Autsch! Das hat mächtig weh getan. Der Hase "Stupsi" hat trotz mahnender Worte sein Temperament beim Spielen nicht zügeln können und ist von einem Rollhocker hinab auf die Hasenpfote gestürzt. Offensichtlich gebrochen - dem Wehklagen nach zu urteilen.

Aufmerksame Zeugen sind die Kita-Kinder und derart gefangen, dass vor Mitleid ein paar Tränen kullern. Aber guter Rat ist in diesem Fall nicht teuer, denn die Kinder wissen, was zu tun ist. Bald ist der Rote Faden gefunden und die Handlungskette wird wie am Schnürchen abgearbeitet. Kita-Leiterin Ilka Nachtigall hat schnell ein Telefon zur Hand, mit dem die kleine Hannah Kniep den (realitätsnahen) Notruf bei der Rettungsstelle absetzt. "Wir möchten im Rahmen dieses Projektes unseren Kindern die Angst vorm Telefonieren nehmen. Zugleich geben wir ihnen das nötige Wissen mit, um handlungsschnell die richtigen Worte bei der Meldung eines Unfalls zu finden." Hannah macht das wirklich gut, nennt im Gespräch mit dem Rettungsdienst alle relevanten Fakten, um eine zügige Versorgung für "Stupsi" zu Gewährleisten.

Bereits kurze Zeit nach dem Notruf 112, der Anruf wird nur gespielt, kreuzt der Rettungswagen auf dem Kita-Gelände auf. Die Rettungsassistenten Benno Engel und Volker Fricke widmen sich dem Unglückshasen und leiten die Erstversorgung ein. Schnell ist eine Mullbinde angelegt und auch eine Wärmedecke ist zur Hand. Um "Stupsi" - im Hasenkostüm steckt Erzieherin Andrea Weik - abtransportieren zu können, wird er auf eine Vakuummatraze gelegt. Viele fleißige Kinderhände helfen beim Tragen und mit dem Einschub in den Rettungswagen ist die Aktion erfolgreich beendet. Ilka Nachtigall und ihre Truppe mit Andrea Weik, Kirsten Watermann und Lisa Sauerhering haben mit dem Aktionstag den Kindern eine Plattform geboten, durch eigenes Erleben neue Erfahrungen zu sammeln.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf. Unser Dankeschön gilt dem Rettungsdienst Ackermann, mit dem wir seit 1994 eine enge Partnerschaft pflegen", lobt Ilka Nachtigall.

 

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