Der Rat der Gemeinde Sülzetal ist am Donnerstag im Feuerwehrgerätehaus Osterweddingen zur Sitzung zusammengetroffen. Die Räte haben auf der Veranstaltung ihren ehemaligen Vorsitzenden Kay Barthel (CDU), der nun als Präsident des Landesrechnungshofes tätig ist, verabschiedet.

Sülzetal l Durch die Sitzung führte Andreas Ristau. Er wird kommisarisch die Funktion des Gemeinderatsvorsitzenden bekleiden, bis die Räte aus ihrer Mitte einen neuen Vorsitzenden gewählt haben.

Jörg Methner (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, dankte dem ehemaligen Ratschef mit warmen Worten für dessen fachliche Kompetenz, Menschlichkeit und Fairness im Umgang miteinander. "Ich würde mir wünschen, dass Kay Barthels Nachfolger ebenfalls diese Wesensmerkmale besitzt." Für den scheidenden Kay Barthel rückt Alexander Herms (CDU) in den Gemeinderat nach. Er wurde von Andreas Ristau und Jörg Methner vereidigt.

Gemeinderrat beschließt Schwimmbadöffnung

Im Verlauf der Tagesordnung beschloss der Gemeinderat einstimmig die Öffnung des Altenweddinger Schwimmbades am 16. Mai. Es erging der Hinweis, die Öffnungszeiten flexibel zu gestalten. Da sich es sich beim Badbetrieb um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handelt, wird darum gebeten, Verständnis zu entwickeln, wenn das Bad an Schlecht-Wetter-Tagen geschlossen bleibt. Auch das ziehe Einsparungen nach sich, wurde deutlich gemacht. "Sollte es Veränderungen hinsichtlich der Gestaltung der Eintrittspreise geben, werben wir ebenfalls um Verständnis, da es uns wichtig ist, das Bad geöffnet zu halten", so Methner. Altenweddingens Ortsbürgermeister Friedrich Rabe erklärte, dass für den Ort Arbeitseinsätze geplant seien, um auch hier eine Kostenreduzierung vorzunehmen. Der erste Einsatz findet heute ab 8.30 Uhr statt.

Jörg Methner informierte die Räte, dass der Kommunalaufsicht des Landkreises Börde ein erster Entwurf des Verwaltungskonzeptes zur Haushaltskonsolidierung übergeben worden ist. Weiterhin teilte er mit, dass in Osterweddingen eine Bleibe für die Senioren gefunden wurde. Es handele sich um eine leerstehende Wohnung in der Mittelstraße. Der Vorschlag von Ortsbürgermeisterin Birgit Wasserthal sei aufgegriffen worden, diese Wohnung zur Zufriedenheit der Senioren bereitzustellen. Es handele sich um eine kostenneutrale Lösung für die Gemeinde. Erste Begehungen haben stattgefunden. Nach dem Wegfall der DRK-Begegnungsstätte hatten Osterweddinges Senioren im Gegensatz zu den anderen Dörfern keinen Treffpunkt mehr. Jörg Methner und DRK-Geschäftsführer Guido Fellgiebel sicherten weitere Unterstützung und Hilfe zu.

Gesprochen wurde im Rat auch über die Gemeindeentwicklungskonzeption. Mit dieser wird die künftige Entwicklung der Gemeinde festgeschrieben. Darüber soll in der kommenden Gemeinderatssitzung beraten werden. Es soll Arbeitsgruppen geben, in denen die Ortsbürgermeister aktiv mitwirken können.

Eine Arbeitsgruppe Friedhöfe soll ebenfalls gebildet werden, schlug Ordnungsamtsleiter Fred Fedder vor. Es gehe um die Satzung und mögliche Vergabe der Friedhofspflege, so Fedder. Auch hier werden die Ortsbürgermeister mit einbezogen.

Mit großer Mehrheit beschlossen die Räte die Zahlung einer Aufwandsentschädigung für aktive Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Sie erhalten fünf Euro monatlich, rückwirkend vom Januar 2015. Voraussetzung ist ein genehmigter Haushalt. Die stellvertretenden Ortswehrleiter der Wehren aus Altenweddingen, Langenweddingen und Osterweddingen werden mit 50 Euro monatlich entschädigt.