Eilsleben l Fierfas hatte sich angekündigt, und so wurde er auf dem Zimmermannplatz herzlich begrüßt. Eine hehre Absicht hatte den Schwerbehinderten zu einem Besuch seiner alten Wirkungsstätte bewogen. "Ich habe von den Aktivitäten des Heimatvereins im Internet gelesen und mich entschlossen, diese finanziell zu unterstützen. Ich werde, so lange ich lebe, jeden Monat 50 Euro an den Heimatverein überweisen", versicherte Dieter Fierfas gegenüber den Mitgliedern des Eilsleber Heimatvereins, Günter Wagener und Gisela Lubomierski. Sie sollten es für die Überdachung der Bärburg-Mauern und weiter nach ihrem Ermessen verwenden. Einmal im Jahr wolle sich Dieter Fierfas über Verwendung oder Verbleib des Geldes informieren.

Zunächst lenkte er seinen Rollstuhl über holpriges Kopfsteinpflaster zu Timmes Tischlereimuseum, wo er sich darüber freute, dass die Gebäude, die zu seiner Zeit als Stallungen, Garagen und Lagerräume genutzt wurden, saniert und hergerichtet und ein Teil des Museums sind. Meister Rüdiger Timme führte den interessierten Gast, so gut es ging, durch alle Räume, erläuterte Funktionsweisen von Maschinen und Werkzeugen.

Bei einem Espresso im "Erbsbrunnen" sprach Dieter Fierfas dann über seine Motivation für die Spende an den Heimatverein. "Meine Frau, die am 9. November 2014 Jahr verstorben ist, und ich hatten uns gemeinsam entschlossen, einen Teil unseres Vermögens dem Heimatverein Beyendorf, wo wir damals gemeinsam die ersten Schritte in das Berufsleben gingen, und auch für Eilsleben, wo wir etliche Jahre lebten, zu spenden. Wir sind damals schweren Herzens hier weggezogen als ich Vorsitzender des Rates des Kreises Kalbe/Milde wurde. Ich hatte mich in Eilsleben sehr heimisch gefühlt. Und wenn man sich in einer Gemeinde heimisch fühlt, dann sollte man auch mal ein paar Euro für eine Spende übrig haben. Das könnten sich sicher viele Eilsleber leisten."

Bärburg-Projekt steht schon bei 2000 Euro

Bei der Gelegenheit informierte Heimatvereinsvorsitzender Günter Wagener darüber, dass für das Bärburg-Projekt bis jetzt insgesamt 2000 Euro gespendet wurden, wofür der Verein sehr dankbar sei.

Fierfas erzählte auch, dass er nach der Wiedervereinigung mit Frau und Tochter eine sehr erfolgreiche Werbeagentur betrieb, die es sogar ermöglichte, verschiedene Sportvereine in Magdeburg und Berlin zu sponsern. Doch schwere Krankheiten zwangen sie dann, das Unternehmen zu verkaufen.

Abschließend ließ sich der Besucher noch in das neue DRK-Zentrum begleiten, das ihn besonders interessierte.

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