Haldensleben l Auch wenn das Ergebnis der Haldensleber Bürgermeisterwahl noch vorläufigen Charakter trägt, so dürfte es doch außer Frage stehen, dass die Wahlberechtigten am Sonntag, 10. Mai, noch einmal ihre Stimme abgeben können. Und zwar bei der Stichwahl zwischen den beiden am Sonntag Bestplatzierten Henning Konrad Otto (parteilos, für die CDU) und Regina Blenkle (FUWG).

Am vergangenen Sonntag waren 16808 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme für das neue Stadtoberhaupt abzugeben. 7556 von ihnen nahmen ihr demokratisches Recht wahr. 56 der abgegebenen Stimmen waren jedoch ungültig, so dass am Ende 7500 Stimmen zählten.

Das Ergebnis muss jetzt noch vom Wahlausschuss bestätigt werden. Dies geschieht öffentlich am morgigen Mittwoch um 18.15 Uhr im Raum 123 im Haldensleber Rathaus. "Wenn das Ergebnis veröffentlicht ist, beginnt eine zweiwöchige Einspruchsfrist", erklärt Carola Aust, die stellvertretende Wahlleiterin, das weitere Prozedere. Sie hat bislang keine Auffälligkeiten feststellen können, weder in den Wahllokalen noch bei der Briefwahl.

Das beste Einzelergebnis erzielte Henning Konrad Otto, der in Uthmöden 45,45 Prozent holen konnte. Er punktete darüber hinaus besonders in den Ortsteilen, wo er jeweils deutlich über 30 Prozent lag.

Regina Blenkle dagegen fuhr ihr stärkstes Ergebnis im Wobau-Wahllokal auf dem Süplinger Berg ein. Hier holte sie 34,38 Prozent.

Für Wahlverlierer Frank Schünemann gab es das wohl bitterste Ergebnis in Wedringen. Dort stimmte kein einziger Wähler für den Einzelbewerber.

Bei den Kandidaten der etablierten Parteien ist Die Linke als großer Verlierer zu sehen. Deren Kandidat Klaus Czernitzki konnte gerade einmal 268 Stimmen insgesamt auf sich vereinen. Damit holte er lediglich 52 Stimmen mehr, als er am 25. Mai 2014 zur Stadtratswahl bekam. Damals war Die Linke mit einem Gesamtwahlergebnis von 18,0 Prozent als zweitstärkste Kraft in den Haldensleber Stadtrat eingezogen.