Dass im Januar der Haushaltsplan abgelehnt worden ist und damit die Verbandsgemeinde mehr als drei Monate ohne Etat dastand, hat sich kurzfristig gesehen auf das Leben in der Westlichen nicht negativ ausgewirkt. Alle notwendigen Aufgaben durften trotzdem finanziert und auch alle vor dem Jahreswechsel angefangenen Investitionen dem Kommunalrecht entsprechend fortgesetzt werden.

Auf der anderen Seite sind aber positive Auswirkungen der gescheiterten Januar-Haushaltsabstimmung auch nur ganz ganz schwer bis gar nicht zu erkennen. Im Gegenteil. Die Haushaltsplan-Gegner vom Januar haben mit ihrem damaligen "nein" nur erreicht, dass in den Verwaltungsbüros der Verbandsgemeinde wochenlang in unzähligen Stunden Sparbeispiele erarbeitet und berechnet werden mussten, dass sich etliche Ausschusssitzungen nahezu ausschließlich mit dem Haushalt beschäftigt haben und auch, dass die Fraktionen kaum Zeit für andere Themen hatten.

Das alles mit dem Ergebnis, dass nach dem ganzen Aufwand nun am Mittwochabend ein Haushaltsplan beschlossen worden ist, aufgrund dessen die vier Mitgliedskommunen zusammen lediglich 45000 Euro weniger als einst geplant der Verbandsgemeinde überweisen müssen. Und das Ganze ist dann auch noch vor allem zu Lasten der Kindereinrichtungen in den Mitgliedskommunen passiert, denen nun diese 45000Euro fehlen. Der Schuss ging nach hinten los, wird da manch einer sagen.