Der Heimatverein "De Bahrndorper" hatte am 1. Mai zum Aufstellen des Maibaums eingeladen. Viele Einwohner kamen vor das Bahrendorfer Bürgerhaus, um diesem Spektakel beizuwohnen.

Bahrendorf l Pünktlich um kurz nach 11 Uhr griff Carsten Loof, Vorsitzender des Bahrendorfer Heimatvereins "De Bahrndorper" auf der grünen Wiese vor dem Bürgerhaus zum Mikrophon. "Ich begrüße euch alle sehr herzlich zum Aufstellen des Maibaums durch die Mitglieder unseres Heimatvereins `De Bahrndorper`", sagte er zu seinen Vereinskollegen und zahlreichen Einwohnern, die an diesem sonnigen Vormittag des Tages der Arbeit vor dem Bürgerhaus erschienen waren. Darunter Bahrendorfer Ortsbürgermeister Dietrich Ebering (CDU), selbst aktives Mitglied des Heimatvereins, und Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner (SPD). Sie alle wollten miterleben, wie die Frauen und Männer des Heimatvereins den Maibaum aufstellten.

Beherzt griffen die Heimatfreunde dann zu, um den rot-weißen Pfahl, an dem am oberen Ende Maikrone und Ortswappen angebracht waren, in die Höhe zu wuchten. Dabei bedienten sie sich eines technischen Tricks. Carsten Loof bediente am unteren Ende eine Kurbel, so dass über einen mechanischen Seilzug der Maibaum gen Himmel aufgerichtet wurde. Es würden im Heimatverein seit geraumer Zeit die jungen, starken Männer fehlen. So dass sich der Heimatverein aus ganz praktischen Gründen dazu entschlossen habe, dieses technische Hilfsmittel beim Aufrichten des Maibaums anzuwenden. Der Stimmung unter den Besuchern tat das keinen Abbruch. Sie beklatschten das Aufstellen des Maibaums in Bahrendorf voller Begeisterung.

Zur Mittagszeit hatten die grillerfahrenen Heimatfreunde über der Gluthitze Würstchen, Steaks und Bouletten zubereitet, die sich die Besucher schmecken ließen. Die Frauen des Heimatvereins sorgten im Schankwagen für die Ausgabe von Getränken. Die Kinder konnten sich nach dem Essen beim Büchsenwerfen oder Basteln vergnügen.

Wie Vereinsvorsitzender Carsten Loof berichtete, hatten die Heimatfreunde im Februar und März bei Arbeitseinsätzen das Gelände um das "Männecken Piss" umgestaltet und den Winterschlaf dieses Bahrendorfer Wahrzeichens beendet. Die Vereinsmitglieder fällten alle Bäume hinter der Pergola, da diese zum Teil abgestorben waren oder zu groß und die neue Pergola zu beschädigen drohten. Mit Hilfe einer Maschine entfernten die Heimatfreunde die Wurzeln der gefällten Bäume aus der Erde. Dann pflanzten sie auf dem Gelände zahlreiche neue Bäume. Die Kosten für die Neugestaltung des Geländes rund um das "Männicken Piss" habe der Heimatverein "De Bahrndorper" aus eigener Kasse übernommen, sagte Vereinsvorsitzender Loof.

 

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