Finden Sie vielleicht, dass die Bürger viel zu wenig Ihre Meinung zu Dingen in ihrem Umfeld sagen? Dann haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Beteiligen Sie sich ganz einfach an der großen Leser-Befragung der Volksstimme. Drei aktuelle Themen haben wir aufgegriffen. Heute: Thema Spaßbad.

Wanzleben l "Anbaden bei 25 Grad" soll es spätestens ab dem 1. Juni im Wanzleber Spaßbad heißen. "Vielleicht aber auch schon etwas früher, zu Pfingsten. Das hängt davon ab, ob uns bis dahin alle Genehmigungen vorliegen und das Wetter mitspielt", erklärt Bauamtsleiter Olaf Küpper gestern auf Nachfrage.

Noch sei das frisch eingelassene Wasser eiskalt. Beim Befüllen vor rund zwei Wochen hatte es knapp sechs Grad. "Mit Beginn der neuen Saison wird es dann aber auf Temperatur gebracht", erklärt Küpper. Alle Badegäste dürften sich dann auf wohlige 25 Grad freuen.

Bislang kostete die Stadt allein das Anheizen vor Saisonstart 6500 Euro. In drei Bademonaten kamen so Heizkosten in Höhe von rund 19500 Euro zusammen.

Wie hoch die Heizkosten in diesem Jahr ins Stadtkontor schlagen werden, ist allerdings noch unklar. Denn noch ist der Vertrag mit dem neuen Energieerzeuger und -lieferanten, der Danpower GmbH mit Sitz in Potsdam, die die insolventen Wanzleber Stadtwerke Anfang April gekauft hat, nicht in Sack und Tüten.

Bis Ende August soll das Becken beheizt bleiben

"Wie sich die neuen Preise darstellen werden, ist noch offen. Hierzu laufen aber schon die ersten Gespräche mit dem neuen Fernwärmelieferanten", kündigt der Amtsleiter an.

Mit dem Fakt um die noch ungeklärte Heizkostenfrage laufen auch die Meinungen dazu auseinander, ob das Badewasser in der Wanzleber Wanne künftig nur noch einmal zu Beginn der Saison aufgeheizt werden sollte, oder ob man gänzlich darauf verzichten sollte.

Die Diskussion kommt nicht von ungefähr. Schließlich klafft im Haushalt der Stadt derzeit ein 5,8-Millionen-Euro-Loch.

Trotz der finanziellen Schieflage soll bis zum Auslaufen der Saison, Ende August, das Becken (1500 Kubikmeter) durchgängig beheizt bleiben, merkt Küpper an. "Wir werden nicht nur zu Beginn der Saison das Wasser aufheizen, sondern durchgehend. Würde man aus Kostengründen das Heizverhalten ändern oder gar auf das beheizte Wasser gänzlich verzichten wollen, hätte darüber der Stadtrat zu entscheiden", erklärt der Amtsleiter.

"Die Bezuschussung für das Wanzleber Spaßbad lag 2013 mit 31674 Gästen immer noch bei 4,26 Euro pro Besucher."

Damit ergab sich ein Zuschussbedarf, den die Stadt 2013 für das beheizte Bad als Finanzspritze an den damaligen Betreiber, die Stadtwerke GmbH, "abdrücken" musste, von 135000 Euro. Das Defizit pro Badegast in Wanzleben liegt durchschnittlich bei acht Euro. Das Klein Wanzleber Freibad, das ebenfalls von der Stadt bezuschusst wird, ist übrigens unbeheizt. Laut der Freibad-Statistik des Bauamtes hat das Zuckerdorf-Bad in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich 6000 Besucher angelockt. "Pro Badegast macht das hier ein Defizit von rund neun Euro aus", rechnet Bauamtsleiter Olaf Küpper vor.

Abstimmung auch im Internet möglich

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Zeitgleich läuft unsere große Leserbefragung auch im Internet. Dort finden Sie sie unter der Adresse www.volksstimme.de/leserbefragung. Ende Mai werden wir die Ergebnisse der Umfrage dann veröffentlichen.