Die Kriminalpolizei war am Montag zu Besuch auf dem Markt in Osterweddingen. Die Ursache war aber kein Verbrechen, sondern die Vorbeugung von Einbrüchen. Die Kripo hatte reichlich Tipps zur Sicherung des Eigentums im Gepäck.

Osterweddingen l Der Schutz vor Einbrüchen war das Hauptthema der beiden Kripo-Beamten Fred Brehmeier und Klaus-Dieter Würdig. Sie konnten den Osterweddingern zahlreiche Tipps mit nach Hause geben, wie sie ihr Haus oder ihre Wohnung wirksam vor ungebetenen Gästen schützen können.

Dabei konnten sie den Os- terweddingern auch direkt vorführen, wie leicht Einbrecher an manchen Stellen Einlass ins Haus finden. "Fenster lassen sich je nach Bauart ganz einfach aufhebeln. Außerdem können Einbrecher mit ganz wenig Aufwand auch angeklappte Fenster öffnen, dazu reicht ein langes Band, zum Beispiel aus einer Jogginghose", sagt Kriminaloberkommissar Klaus-Dieter Würdig.

Die Schwachstellen an Haus und Wohnung würden die meisten Menschen schon kennen, bei der Kripo würden sie sich inzwischen viele Hinweise abholen, wie sie eben diese Schwachstellen beseitigen könnten. "Da geht es um sichere Fenster und Türen, oft auch um Alarmanlagen. Die Sicherheit im Kopf ist auch ganz wichtig", sagen Brehmeier und Würdig.

Wichtig sei, so sagen die Kripo-Beamten, auch immer, dass ein Haus nicht verlassen aussieht. "Dazu gehört es auch, dass man am besten jemanden bittet, den Rasen zu mähen, wenn man länger nicht da ist. Und der Briefkasten sollte natürlich auch jeden Tag geleert werden", so Würdig. Mehr als die Hälfte der Täter würde aus der Gegend stammen, so dass diese meistens über Ortskenntnis verfügen und spontan agieren könnten.

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch ein Einbrecher im Haus war, können die Mitarbeiter des Weißen Rings helfen. Manfred Knechtel erklärt: "Wir können Opfer von Verbrechen zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht begleiten, je nach Fall können wir Soforthilfen gewähren und eine psychologische Betreuung vermitteln."

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