Mitglieder und Freunde des Seniorenverbandes BRH Wanzleben haben der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts, Aschersleben, einen Besuch abgestattet. Ziel waren das Kriminalpanoptikum beziehungsweise das Planetarium, das im Zoo angesiedelt ist.

Wanzleben l Das Kriminalpanoptikum, so erfuhren die Teilnehmer vom Leiter der Einrichtung, befindet sich in einem alten Gefängnis, in dessen Räumen ein Museum besonderer Art eingerichtet wurde. Es beherbergt eine Dauerausstellung zur kuriosen Kriminalgeschichte und ist mit dieser Thematik in Deutschland einmalig. Die Gegenstände und Requisiten sind entsprechend der Themen der Ausstellung in den ehemaligen Zellen des Gefängnisses zu sehen.

In seinen einleitenden Bemerkungen gab er einen Überblick über die Kriminalgeschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht und in der Ausstellung anschaulich dargestellt wird. Beim anschließenden Rundgang durch die in den jeweiligen Zellen ausgestellten Gegenstände, Requisiten, Werkzeuge und kriminaltechnischen Instrumente vollzogen die Teilnehmer anschaulich die Entwicklung der Kriminalität seit dem frühen Mittelalter nach.

Die zweite Gruppe begab sich ins Planetarium und erlebte eine sehr kurzweilige Stunde voller Erläuterungen über das Sonnensystem, erdnahe und erdferne Planeten und ihre Monde. "Mit Hilfe der Technik wurde uns der Sternenhimmel der Nacht gezeigt, die auf unseren Ausflug folgte und wir konnten die Sternbilder des großen und kleinen Bären, des Löwen und des Skorpions sehen. Aber ohne Hilfe hätte wohl kaum jemand die Sternbilder gefunden", meinte Gerhard Ihlau. Auch die Venus und der Jupiter waren zu erkennen und im südlichen Teil des Himmels der Saturn mit seinem Ring. Ebenfalls recht deutlich war die Milchstraße zu sehen. Aber so deutlich wie im Planetarium sind die Sterne in freier Natur nicht mehr zu sehen, denn das Licht, welches große Städte, Flughäfen und Fabriken abgeben, leuchtet den Himmel zu sehr aus. Die Gruppe erfuhr, dass die Astronomen in diesem Zusammenhang von zunehmender Lichtverschmutzung der Atmosphäre sprechen. "Die gestellten Fragen zeugen vom großen Interesse, mit dem die Mitglieder des BRH und Gäste den Ausführungen folgten", stellte Gerhard Ihlau fest.

Auch 2015 bleibt die Durchführung von interessanten Veranstaltungen und Fahrten Hauptinhalt der gemeinsamen Verbandsarbeit.