Die Landesstraße 77 in Ottleben ist seit gut vier Wochen eine Baustelle. Die Bauarbeiter sind im ersten Bauabschnitt schon gut vorangekommen. Bereits in der kommenden Woche solle der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden.

Ausleben/Ottleben l Nach den Osterfeiertagen rückten im Ausleber Ortsteil Ottleben die Bauarbeiter der Firma Gebhardt Bau aus Klein Wanzleben an, um den grundhaften Ausbau der Landesstraße 77 zwischen der Beckendorfer Straße und der Straße Am Peking in Angriff zu nehmen. Der erste Bauabschnitt begann an der tiefsten Stelle der Beckendorfer Straße. Das alte Straßenbett wurde herausgerissen, im neuen Bett sind längst die neuen Regenwasserkanäle verschwunden. "Schmutzwasser- und Trinkwasserleitungen lagen bereits in der Erde. Jedoch wurde nach Öffnen des Straßenbettes festgestellt, dass die alten Trinkwasserleitungen noch aus Asbestbeton bestanden. In Abstimmung mit dem Trink- und Abwasserverband "Börde" (TAV) wurde dann entschieden, dass es wohl besser sei, diese Leitungen zu erneuern", erklärt Auslebens Bürgermeister Dietmar Schmidt auf der Baustelle. Zudem sei bei den Schachtarbeiten festgestellt worden, dass die Stromleitungen nicht tief genug in der Erde liegen. Diese mussten umverlegt werden. "Diese zusätzlichen Arbeiten haben schlussendlich dazu geführt, dass wir im Bauablaufplan gut eine Woche zurückliegen. Ich bin mir aber sicher, dass diese eine Woche wieder aufgeholt werden kann", meint Dietmar Schmidt.

Das Gros der Anwohner habe sich an den Regenwasserkanal angeschlossen. Wohl wissend, dass es künftig nicht mehr gestattet sein wird, dass das Oberflächenwasser von privaten Flächen auf den Fußweg oder andere öffentliche Flächen gelangt. Zudem ist der Anschluss kostenlos, in der Gemeinde Ausleben gibt es keine Niederschlagswasserbeseitigungssatzung.

Im ersten Bauabschnitt ist das Straßenbett längst wieder verschlossen, haben die Bauarbeiter begonnen, die Borde rechts und links zu setzen. Hier im ersten Bauabschnitt werde ein Fußweg beidseitig verlaufen, entstehen Parkflächen. Platz entlang der Landesstraße 77 sei ausreichend vorhanden. Denn bislang wies die Straße sehr unterschiedliche Breiten zwischen 4,65 und 7 Meter auf. Künftig werde die Straße durchgängig sechs Meter breit sein.

Sind im ersten Bauabschnitt alle Borde gesetzt, werde eine weitere Schotterschicht aufgetragen, so werde eine glättende Oberfläche entstehen. "Jedoch bleibt dieser Abschnitt eine Baustelle, bleibt die Straße voll gesperrt", macht der Bürgermeister deutlich.

Für den zweiten Bauabschnitt sei ebenso der Einbau eines Regenwasserkanals vorgesehen. In diesem Abschnitt werde allerdings nur einseitig ein Fußweg verlaufen. Auch Grünflächen sind im Entstehen, auf die auch Bäume, Spitzahorn, gesetzt werden.

Der dritte Bauabschnitt in der Straße Am Peking müsse zwingend in den Sommerferien über die Bühne gehen, da von der Sperrung dieses Abschnitts auch der Busverkehr für die Schüler betroffen wäre. Dieses sollte unbedingt vermieden werden.

Die Bauarbeiten entlang der Landesstraße 77 sollen bis Ende Oktober andauern, die Sperrung ist bis zum 30. Oktober beantragt.

Da es sich bei der L 77 um eine Landesstraße handelt, muss die Gemeinde Ausleben "nur" für die Kosten zum Bau der Nebenanlagen wie Fußwege, Park- und Grünflächen aufkommen. Somit bleiben für die Kommune 356000 Euro "hängen". Ausleben hatte Fördermittel über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) beantragt und auch bekommen. Somit verringert sich die Summe für die Gemeinde auf rund 211000 Euro. Davon kann sich die Kommune 40 Prozent über die Straßenausbaubeiträge zurückholen. Das sind etwa 90000 Euro. Vor Beginn der Baumaßnahme waren die Bürger darüber informiert worden, dass sie einen Beitragssatz von 2,88 Euro pro Quadratmeter anrechenbarer Grundstücksfläche zu berappen haben.

Bürgermeister Dietmar Schmidt berichtet indes, dass 2015 und 2016 dazu genutzt werden, die Planungen für den weiteren Ausbau der L 104 vorzubereiten. "Momentan können wir davon ausgehen, dass dann 2017 der Abschnitt von der Ottleber Tankstelle bis zur Bachbrücke umgesetzt werden kann", so Schmidt.