Alikendorf l Bis auf den letzten Platz hatte sich am Sonntagnachmittag die Alikendorfer Dorfkirche gefüllt. Hier fand an Pfingsten der Festgottesdienst des Kirchspiels Großalsleben statt. Pfarrer Christian Plötner hatte sich für das Alikendorfer Gotteshaus entschieden, weil es gerade die Gläubigen dieses kleinen Dorfes waren, die am Sonntag besonders in den Mittelpunkt rückten. Gleich zwei Täuflinge sind hier zu Hause, von den drei Konfirmanden trifft für zwei zu, dass sie Alikendorfer sind.

Zur Gestaltung des Pfingstgottesdienstes waren auch die Sängerinnen und Sänger des gemischten und ökumenischen Kirchenchores Großalsleben nach Alikendorf gekommen. sie wurden an diesem Tag ebenso von Pfarrer Plötner dirigiert.

Zuerst traten Danny Bruns und Evelin Nitschke mit ihrem Sohn Fritz Benjamin Bruns an den Taufstein. Der kleine Mann war am 7. Dezember vergangenen Jahres geboren worden und wurde nun getauft. "Wir waren sehr gespannt, wie er wohl reagieren würde. Schließlich waren wir beruhigt, dass er nicht weinte, keinen Ton von sich gab, stattdessen ganz erstaunt schaute", berichtet Vater Danny Bruns. Kaum war das besondere Ereignis vorbei, verschlief der junge Mann den Rest des Gottesdienstes friedlich in seinem Kinderwagen.

Der zweite Alikendorfer Täufling musste nicht von Mutti oder Vati gehalten werden. Pascal Voigtländer trat allein an den Taufstein, ist den Kinderschuhen doch beinahe schon entwachsen. Nicht umsonst nannte ihn Chistian Plötner "Konfi", denn nach seiner Taufe erhielt Pascal als Konfirmand gemeinsam mit Laura Brüggemann aus Alikendorf und Thor Sebastian Zoschke aus Großalsleben den kirchlichen Segen. Die drei Jugendlichen haben sich zwei Jahre lang gemeinsam mit den Konfirmanden aus Kroppenstedt auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Zur Konfi-Zeit gehören vielfältige Aktionen, die vor allem an den Wochenenden organisiert werden.

Gleich zwei Taufen an einem Tag, auch in den vergangenen Jahren immer wieder,und dies in einem so kleinen Ort wie Alikendorf, das sei schon ungewöhnlich. Jedoch kein Indiz dafür, dass es in Sachen Taufe wieder aufwärts gehe. Das könne für das Kirchspiel Großalsleben insgesamt gesehen, so nicht eingeschätzt werden, macht Pfarrer Christian Plötner deutlich. Auch die Zahl der Konfirmationen gehe zurück. Die Zeichen der Zeit stehen eher für überalterte Kirchengemeinden mit rückläufigen Gemeindegliederzahlen, muss der Pfarrer einschätzen. Um so mehr freute es ihn, dass am Pfingstsonntag die Alikendorfer Dorfkirche bis auf den letzten Platz besetzt war und alle Generationen in sich vereinte.

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