Etwa 100 Frauen und Männer aus den Mitgliedsorten der Einheitsgemeinde Sülzetal nahmen am Mittwoch am "Senioren-Wandertag" teil. Ziel der Reisegruppen war in diesem Jahr Stemmern.

Stemmern l Eigentlich wollten es sich die Senioren des Sülzetals bei ihrem traditionellen Wandertag durch die Einheitsgemeinde bei strahlendem Sonnenschein vor dem Gerätehaus der Feuerwehr Stemmern zum Mittagessen gemütlich machen. Doch machte ihnen das unbeständige Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung, so dass die Organisatoren kurzerhand entschieden, in Hinkes Scheune umzuziehen.

"Wir sind der Familie Hinke sehr dankbar, für unsere Veranstaltung kurzfristig ihre Scheune nutzen zu dürfen", sagte Langenweddingens Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek in ihrer Eigenschaft als Mitarbeiterin des Sülzetal-DRK und Verantwortliche für die Begegnungsstätte des DRK-Kreisverbandes Wanzleben in ihrem Heimatdorf und für die Seniorenarbeit in Osterweddingen. Das DRK hatte den "Senioren-Wandertag" mit Unterstützung der Einheitsgemeinde Sülzetal zum 8. Mal organisiert. Deshalb war auch Bürgermeister Jörg Methner (SPD) von seinem Amtssitz in Osterweddingen hinüber nach Stemmern gekommen, um die ältere Generation bei ihrem Treffen herzlich zu begrüßen. Methner freute sich, dass Senioren aus Osterweddingen, Langenweddingen, Bahrendorf, Dodendorf, Schwaneberg, Stemmern, Sülldorf und Altenweddingen an dem Treffen teilnahmen. Dieses Treffen stehe für Methner "für die Einheit des Sülzetals". Auch die Stemmeraner Ortsbürgermeisterin Sabine Hoppe begrüßte die Senioren in ihrem Dorf. "Die Einwohnerzahl von Stemmern hat sich durch dieses Treffen um die Hälfte erhöht", scherzte sie. Stemmern hat 213 Einwohner.

Wie Jutta Spurek erinnerte, fand die erste "Senioren-Wanderung" im Jahr 2008 auf Anregung von Rudolf Wenzel in Schwaneberg statt. Ziel sei es damals nach der Gründung der Einheitsgemeinde Sülzetal gewesen, dass die älteren Einwohner nacheinander die Mitgliedsorte des neuen politischen Gebildes kennenlernen sollen. Mit Stemmern habe die Veranstaltung in diesem Jahr ihr Ende erreicht. Wie es mit der Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr weiter gehe, könne Jutta Spurek nicht sagen. Methner betonte, die Wanderungen wegen der herausragenden Bedeutung für das Zusammenwachsen des Sülzetals nicht sterben lassen zu wollen.

Nach dem Mittagessen, bei dem heiße Würstchen mit Kartoffelsalat serviert wurden, erkunden die Senioren das kleine Stemmern. Die Heimatstube und die Kirche waren ihr Ziel. Zum Nachmittag hin steuerten sie wieder die Festscheune an, um sich Kaffee und Kuchen schmecken zu lassen.