Mit überraschend freigewordenen Fördermitteln aus dem Stadtumbau-Ost-Topf soll neben dem Spielplatz Windmühlenbreite (Volksstimme berichtete) nun auch Spielflächen an der Tränke nahe der Wanzleber Lindenpromenade und zwischen Sekundarschule und Sarre gestaltet werden. Insgesamt sollen 83 000 Euro investiert werden.

Wanzleben. Die Stadträte zeigten sich nicht nur von der überraschenden Fördermittelausschüttung (nicht abgerufene Mittel aus anderen Projekten) zur Gestaltung von Spielplätzen erstaunt. Auch die von der Verwaltung dafür begünstigten Standorte an der Tränke (Lindenpromenade) und Sekundarschule (zwischen Parkplatz und Sarre) lösten fragende Blicke aus. CDU-Stadtrat Ernst Isensee sprach das Thema auf der jüngsten Stadtratssitzung an und sagte: "Wenn solche Entscheidungen in der langjährigen Frage um die Wahl der Spielplatzstandorte anstehen, sollten diese neuen Informationen meiner Meinung nach vorher noch einmal im politischen Gremium zur Diskussion gestellt werden." Er zielt dabei vor allem auf die Standortfrage ab. Von der Spielplatzvariante an der Tränke hatte Stadtrat Hans-Peter Trieb zum Beispiel noch nie etwas gehört und findet den Ort aufgrund der Nähe zur Bundesstraße sogar mehr als unpassend.

Bauamtsleiter Olaf Küpper klärte auf, dass der Standort Tränke noch aus dem Planungskonzept barrierefreie Kommune im Rahmen des "Grünen Bandes" aus dem Jahr 2007 stammen.

Das Vorhaben Sekundarschule stammt wiederum aus den Plänen der Stadtsanierung, die vor etwa drei Jahren entstanden und auch so im Bauausschuss besprochen worden sind. Die Fördermittel würden es jetzt ermöglichen alle drei Vorhaben für rund 83 000 Euro umzusetzen. 55 400 Euro kommen aus dem Fördertopf "Stadtumbau Ost", 27 600 Euro muss die Stadt als Eigenanteil aufbringen. Aus diesem Grund müssen die Stadträte ohnehin noch ihre Zustimmung für die Mittelfreigabe geben.

Das ist geplant:

- Standort Windmühlenbreite: Ein neues vandalismussicheres Spielgerät wird für 40 000 Euro angeschafft. Das Spielgerät, eine Kombination, besteht im wesentlichen aus Stahl und soll eine Rutsche und auch einen Kletterbereich haben.

- Standort an der Tränke: Ein kleines Klettergerüst ist auf der dortigen Grünfläche vorgesehen.

- Standort Sekundarschule: Der Bereich hinter dem Parkplatz bis zur Sarre soll neu gestaltet und die Betonfläche eingeebnet werden. Die Brücke soll zudem barrierefrei hergerichtet werden.