Eilsleben. Erneut musste Gunter Czyrnik fassungslos und bestürzt einen Akt von Vandalismus am Eilsleber Wasserturm hinnehmen. "Am 1. Mai bekam ich kurz nach 9 Uhr einen Anruf von einem Eilsleber Bürger, der fast täglich mit seinem Hund eine Runde zum Wasserturm macht. Er berichtete, dass die Bänke, die von der Stiftung der Volksbank Helmstedt stammen, mitsamt den Fundamenten herausgerissen und an einer illegalen Grillstelle etwa zehn Meter weiter unten aufgestellt wurden", so der Vorsitzende des Wasserturmvereins. Czyrnik informierte sofort die Polizei und gab auch den Hinweis weiter, dass an besagter Stelle noch Zelte stünden, man die Täter möglicherweise noch vor Ort antreffen könne. Doch fast so enttäuscht wie von der Zerstörungstat selbst, war Czyrnik hernach von der Reaktion der Beamten: "Von der Verwaltung Obere Aller erfuhr ich dann, dass die Polizei niemanden mehr angetroffen habe." Was nach zwei verronnen Stunden, die es dauerte, bis dem Hinweis nachgegangen wurde, auch wenig verwundert.

Gunter Czyrnik machte sich wenige Tage später persönlich ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung: "Als ich zu einer Führung für die Sekundarschule Eilsleben am Turm ankam, sah ich, was dort angerichtet wurde. Als Kommentar fällt mir da nur ein: Wenn all diese Kräfte sinnvoll eingesetzt würden, wie lebenswert und schön könnte unser Land aussehen."

Bilder