Die Viertklässler der Kroppenstedter Grundschule haben gestern allesamt ihre Fahrradprüfung bestanden. Einige allerdings erst im zweiten und dritten Anlauf. Polizeiobermeisterin Angelika Hildebrandt lobte Klassenlehrerin Sonnhild Waldow für die gute Vorbereitung der Kinder.

Kroppenstedt. Wer sich sicher im Straßenverkehr bewegen will, muss unbedingt die Regeln beherrschen. Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer, aber ganz besonders für Kinder. Deshalb mussten die Mädchen und Jungen der Kroppenstedter Grundschule viele Wochen lang intensiv den theoretischen Stoff pauken, bevor sie gestern zur praktischen Fahrradprüfung auf ihre Drahtesel steigen durften. "Die Teststrecke besteht aus acht Stationen, an denen freiwillige Helfer stehen, die sich notieren wie sich die Kinder im Straßenverkehr verhalten haben", erklärte Klassenlehrerin Sonnhild Waldow.

"Besonders heikel sind die vielen Kreuzungen, in die sie abbiegen müssen." Hier gilt rechts vor links. "Selbst einige Autofahrer haben hier in der 30-Zone Schwierigkeiten." Insgesamt fünf Mal mussten die Knirpse auf ihren Rädern links abbiegen.

Doch trotz der anspruchsvollen Route hatten die Mädchen und Jungen kein Muffensausen vor der Prüfung. "Wir haben so lange dafür geübt, dass ich mir überhaupt keine Sorgen mache", sagt Christina Dammaß. Und ihre Klassenlehrerin betonte, dass die Theorie alle auf Anhieb bestanden hätten. "Außerdem gibt es als Ansporn eine gemeinsame Runde auf dem Rad, falls alle bestehen."

Im Vorfeld hatte Polizeiobermeisterin Angelika Hildebrandt die Fahrräder der Schüler unter die Lupe genommen. "Bei drei Rädern habe ich größere Mängel festgestellt." Bei diesen Rädern müssten die Eltern noch aufrüsten, ansonsten gibt es keine TÜV-Plakette für die Kinder.

Auch beim praktischen Teil des Testes fielen den Prüfern bei der Hälfte der Schüler gröbere Fehler auf. "Einige haben vergessen, über die Schulter zu schauen und Handzeichen zu geben. Aber sechs Kinder haben die Vorfahrt nicht beachtet", kritisierte die Polizistin, die seit 14 Jahren Grundschüler bei ihren Fahrradprüfungen begleitet.

Die sechs Mädchen und Jungen mussten nachgeprüft werden und noch eine Runde drehen. Drei von ihnen sollten sogar noch eine dritte Runde draufsetzen. Letztendlich haben aber alle zwölf Schüler bestanden und sind nun stolze Besitzer eines Fahrradpasses. "Sie waren zwar sehr gut vorbereitet, aber die Strecke hatte es in sich", so Angelika Hildebrandt.

Besonderen Dank richtete Lehrerin Sonnhild Waldow an die sieben Mütter und einen Opa, die als Kontrolleure mit Block und Stift an den Stationen standen und wachsam aufgepasst haben, dass alle zwölf Mädchen und Jungen gut ans Ziel kamen.

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