Osterweddingen (yhe). Der Landkreis Börde ist gemäß Brandschutz-und Hilfeleistungsgesetz auch verantwortlich für die Aus-und Fortbildung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren. Aus diesem Grund fand am vergangenen Wochenende für 20 Kameraden in Osterweddingen ein Fahrsicherheitstraining statt.

Um Menschen in Not zu helfen, kann im Ernstfall jede Sekunde zählen. Mensch und Technik sind gleichermaßen bei der Inanspruchnahme von Sonderrechten im Straßenverkehr bei Rettungsfahrten mit Blaulicht und Martinshorn gefordert. Jederzeit muss die Sicherheit der Fahrzeuginsassen und der Passanten gewährleistet sein.

"Genau zu diesem Zweck hatte der Landkreis 20 Feuerwehrkameraden mit zehn Löschfahrzeugen aus dem Süden des Landkreises Börde nach Osterweddingen zum Fahrsicherheitstraining eingeladen", berichtet Rainer Lütge. Im Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen ist er unter anderem verantwortlich für die Kreisausbildung. "Aufgabe des Fahrsicherheitstrainings war es, die Maschinisten von Löschfahrzeugen im Hinblick auf Gefahren zu sensibilisieren und sie mit dem Feuerwehrfahrzeug noch vertrauter zu machen", so Lütge weiter.

Neben der eigenen "Tagesform" und den besonderen Bedingungen eines Hilfeleistungseinsatzes kommen oft Umwelteinflüsse wie nasse Fahrbahnen oder schlechte Sicht dazu. Auch die Unachtsamkeit Schaulustiger oder anderer Verkehrsteilnehmer kann ein schnelles Reaktionsvermögen des Fahrers eines Feuerwehrfahrzeuges erfordern.

Auf dem Parkplatz des Glaswerkes simulierte Olaf Büchner, Trainer beim Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt, verschiedene Gefahrensituationen. Es galt, zu rangieren, den toten Winkel zu beachten, Slalom zu fahren und die Reaktionen von Mensch und Technik bei einer Vollbremsung auch auf nasser Fahrbahn zu testen. In diesem Zusammenhang wurde der Unterschied zwischen ABS unterstützten Fahrzeugen und Gefährten ohne Antiblockiersystem verdeutlicht.

Rainer Lütge: "Die Teilnehmer bescheinigten dem Landkreis eine interessante Ausbildung, durch die die bisherigen Erfahrungen erweitert werden konnten. Herzlichen Dank sage ich der Gemeinde Sülzetal sowie den Osterweddingern Rosi und Ernst-Wilhelm Jacob für die organisatorische Unterstützung des Tages."

Das nächste Fahrsicherheitstraining für den Norden des Landkreises Börde ist für den 17. September geplant.