Ja, die Langenweddinger Grundschule ist eine "Gesunde Schule". Sie ist eine Schule zum Wohlfühlen und gibt Geborgenheit für Kinder, Lehrer und Eltern. Deshalb können alle, die sich für den Titel "Gesunde Schule" eingesetzt haben, stolz auf das Erreichte sein.

Langenweddingen. Das war gestern ein großer und vor allem ein aufregender Tag für alle Beteiligten: für die Grundschüler, für die Lehrer, pädagogische Mitarbeiter, Eltern und Unterstützer. Am Morgen dieses großen Tages stand die Frage: Haben sich unsere Bemühungen über Wochen und Monate gelohnt? Werden wir eine "Gesunde Schule"?

Am Ende des Schultages konnten die Auditoren von der Landesvereinigung für Gesundheit in Sachsen-Anhalt, Simone Wasl, Bettina Tusche und Mandy Waberer einhellig feststellen: Ja, in Langenweddingen gibt es eine "Gesunde Schule". Die Fremdbewertung durch die Auditoren ist wie die Selbsteinschätzung der Schule Bestandteil des Zertifizierungsverfahrens. Und die sogenannte Fremdbewertung fand gestern im Rahmen eines Gesundheitstages an der Schule statt. Wobei dieser Gesundheitstag der Höhepunkt einer Vielzahl von Projekten und Aktionen war, die bereits im Verlauf des Schuljahres stattfanden. So gibt es eine Pausenhofgymnastik, wird die große Pause zum Tanztreff. Kürzlich beschäftigten sich die Grundschüler mit der kulturellen Vielfalt in der Welt, und dabei ging es auch um das Essen - wie Wiener Schnitzel oder Hotdog.

Bereits mit Beginn des Schuljahres hatten Lehrer, Eltern und Schüler die Zertifizierung "Gesunde Schule" ins Visier genommen. "An die Zertifizierung werden hohe Maßstäbe gesetzt, doch in unserer Schule sind die Voraussetzungen allein durch ausreichend Platz und die Ausstattung der Schule gegeben. Hinzu kommt die gute Arbeit der Kolleginnen, die hier geleistet wird", meint Schulleiterin Karola Rozanski.

Unter ihrer Federführung begann die Schulprogrammarbeit "Bewegte Schule". "Bewegtes Lernen" heißt nicht nur sich tatsächlich zu bewegen, sondern sich gesund zu erhalten, die Freizeit sinnvoll zu gestalten, sich fit für das Leben zu machen. Und wie das praktisch funktionieren kann, wurde beim gestrigen Gesundheitstag eindruckvoll im Stationsbetrieb bewiesen.

So hatte die 4. Klasse zum "Gesunden Frühstück" eingeladen. Zum Stationsbetrieb muss vielleicht noch gesagt werden, dass die Gruppen altersübergreifend gearbeitet haben. "Das hat super geklappt und ist eben dem Vorteil geschuldet, dass sich die Kinder alle kennen", meinte Apothekerin Steffi Wolff, die gestern ebenso den Gesundheitstag unterstützte. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Schulelternrates, Guido Skirlo, backte sie mit den Kindern gesunde Waffeln, wurde Fruchtsaft selbst hergestellt. Eine weitere Gruppe bereitete ein Puppenspiel vor. Aus dem Struwwelpeter-Buch wurde die Geschichte vom Suppen-Kasper nacherzählt und auch die Requisiten gebastelt. Unterstützung bekam die Schule von den Praktikanten Katleen Primas und Mario Pawelek, die genau wie Boxtrainer Robert Klafke, Judo-Trainer Mike Schrake und Yoga-Lehrerin Franziska Primas, den sportlichen Teil der Gruppenarbeit unterstützten. Einige Mädchen übten gemeinsam mit Ina Filusch einen Tanz ein.

Schließlich präsentieren die Gruppen vor den Auditoren die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Viele lobende Worte fanden Simone Wasl, Bettina Tusche und Mandy Waberer für die Arbeit an der Grundschule Langenweddingen, und so fiel ihre Entscheidung leicht aus, der Grundschule das Zertifikat "Gesunde Schule" zu verleihen.

Diesen Titel darf die Langenweddinger Grundschule nun drei Jahre tragen. Und damit das auch nach außen sichtbar wird, bekommt die Schule auch ein entsprechendes Schild, welches die Landesvereinigung für Gesundheit in Sachsen-Anhalt überbringt.

Das Ende eines aufregenden Schultages fasste gestern Karola Rozanski mit wenigen Worten zusammen: "Ich bin stolz auf euch!"

 

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