Ein erster Abschnitt der Hordorfer Ortsdurchfahrt wird von kommendem Montag, 6. Juni, an grundhaft ausgebaut. Bau- und Verkehrsminister Thomas Webel, Vertreter der Stadt Oschersleben und des Ortsteils Hordorf, des Landesbetriebes Bau Mitte sowie der Baufirmen trafen sich gestern zu einer offiziellen Baustellenbesichtigung.

Hordorf. Die jüngsten Hordorfer der Kindertagesstätte "Bodestrolche" beobachteten gestern ganz genau, was sich auf dem Parkplatz vor ihrer Einrichtung abspielte. Etliche ihnen unbekannte Männer und Frauen sowie Bekannte aus diesem Oschersleber Ortsteil standen dort, um den symbolischen Startschuss für ein wichtiges Bauprojekt zu geben. Von kommendem Montag, 6. Juni, an wird in einem ersten Bauabschnitt die Ortsdurchfahrt im Zuge der Landstraße 101 grundhaft ausgebaut.

"Der erste Bauabschnitt reicht von hier bis zur Kreuzung zum Dorfgemeinschaftshaus", erläuterte Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke. Die Stadt ist für den Ausbau der Nebenanlagen wie Gehwege und Straßenbeleuchtung finanziell verantwortlich und gibt in diesen Jahr dafür 206000 Euro aus. Die Ortsdurchfahrt selbst wird in Regie des Landesbetriebes Bau saniert. Der Betrieb, der für die Landesstraßen verantwortlich ist, finanziert den ersten Bauabschnitt mit 330000 Euro.

Im nächsten Jahr soll dann der zweite Bauabschnitt folgen, der von der Kreuzung zum Dorfgemeinschaftshaus bis zum Ortsausgang nach Krottorf reicht. Beide Bauabschnitte sind jeweils etwa 400 Meter lang. "Der Ausbau der Ortsdurchfahrt bedeutet einen bedeutenden Qualitätssprung für Hordorf", resümierte Klenke.

Bau- und Verkehrsminister Thomas Webel erinnerte sich an seine Zeit als Landrat des Bördekreises, in der er gegen- über seinem Vorgänger im Ministeramt Karl-Heinz Daehre seit 2007 die Dringlichkeit des Ausbaus der Hordorfer Ortsdurchfahrt immer wieder bekräftigte. Ebenso hatten die Ortsbürgermeister Günther Schrader, Karl-Heinz Lossin und Norbert Kurzel sowie der Oschersleber CDU-Stadtrat Klaus Böhle und Hans Walker, als er noch Stadtrat war, ihre Anteile am Erfolg an der Umsetzung des Vorhabens.

Hans Walker ist heute CDU-Kandidat für den Landratsposten im Kreis und bekräftig-te gestern auch den ständigen Druck der Hordorfer, die sich über Jahre für den Ausbau der Ortsdurchfahrt stark gemacht haben. Er selbst habe das Projekt bis 2007 als Oschersleber Stadtrat mit vorangetrieben. Zudem hätten dabei auch die ständigen Kontakte der Oschersleber Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Bewos, deren Geschäftsführer Walker ist, zu den Landesbehörden zum Erfolg des Vorhabens beigetragen.

Thomas Webel dankte den Hordorfern außerdem für ihre "uneigennützige Hilfe" nach dem schweren Zugunglück am 30. Januar. Die Einwohner waren unverzüglich bereit, die verletzten Menschen aus dem Zug zu retten. Das habe dazu beigetragen, dass nicht noch mehr Todesopfer zu beklagen gewesen seien.

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