Von Ingo Gutsche

Goldbeck l Die Zeit rennt. Bereits am 13. September erwartet der Landkreis die Antwort von der Verbandsgemeinde (VG) Arneburg-Goldbeck. Der Beauftragte der VG, Karlheinz Schwerin, muss bis zu diesem Termin das Grundschul-Trio benennen, das weiter Fortbestand hat.

Dass diese Aufgabe sich als eine äußerst schwierige erweist, ist schon darin abzusehen, dass noch keine endgültige Entscheidung gefasst wurde. Auch auf der Versammlung am Donnerstagabend, als die Bürgermeister der acht Mitgliedsgemeinden im Goldbecker Verwaltungsgebäude über die Grundschul-Problematik diskutierten, gab es keine Einigung. Für Karlheinz Schwerin "zeichnet sich eine Tendenz ab". Der Eichstedter, der von der Kommunalaufsicht des Landkreises nach Auflösung des Verbandsgemeinderates als dessen Verantwortlicher festgelegt wurde, muss auf der öffentlichen Versammlung am Dienstag, 10. September, Farbe bekennen.

Kommunalaufsicht muss grünes Licht erteilen

"Nach jetzigem Stand muss es bis dahin entschieden sein", sagt Schwerin, der weiß, dass er nicht jede Kommune froh stimmen wird. Welche Einrichtungen sind noch im Rennen? "Fünf sind noch im Topf." Von den sieben Lernstätten würden noch Arneburg, Goldbeck, Iden, Rochau und Werben zur Wahl gehören. Die besten Aussichten werden wohl Arneburg eingeräumt. Demnach gibt es noch vier Standorte, die bis zum Schluss zittern müssen beziehungsweise sich noch berechtige Chancen machen, über das aktuelle Schuljahr hinaus als Schulstätte offen zu stehen. Ob eine Entscheidung pro zentraler Ort im Gebilde (Goldbeck, Iden) oder für die Randregion (Rochau, Werben) fallen wird, bleibt abzuwarten. Allerdings räumt Schwerin ein, dass auch die Kommunalaufsichtsbehörde ein Wörtchen bei der Entscheidung mitreden dürfte. Denn bevor der VG-Beauftragte am 10. September die drei Grundschulen benennt, muss die landkreisliche Behörde grünes Licht gegeben haben.

Bisher Einigung bei zwei Punkten

Auf zwei Punkte haben sich die Bürgermeister bereits geeinigt: Sie legten sich auf zahlenmäßig drei Grundschulen innerhalb der VG fest, in denen der Nachwuchs in den kommenden fünf Jahren unterrichtet wird. Fakt zwei: Ab dem Schuljahr 2018/19 sollen den Erst- bis Viertklässlern nur noch zwei Einrichtungen zur Verfügung stehen.

Verbandsgemeinde-Bürgermeister Eike Trumpf sprach von einer sachlichen Diskussion am Donnerstagabend. Auch er weiß, dass es eine sehr schwierige Entscheidung sein wird. Eventuell werde vor dem 10. September noch eine Bürgermeister-Beratung stattfinden, bei der nochmals dieses sensible Thema ansteht.