Osterburg l "Wir haben mal keinen Regen und keinen Schnee", freute sich Osterburgs evangelische Pfarrerin Claudia Kuhn am Neujahrsmorgen. Seit über zehn Jahren ist sie der Neujahrswanderung treu.

Diesmal spazierte Claudia Kuhn gemeinsam mit 14 Frauen und Männern der evangelischen und katholischen Gemeinde von Osterburg in den Ortsteil Krumke.

Richard Perner erzählt eine Geschichte

Richard Perner begrüßte die Männer und Frauen in der Kirche zu St. Josef. Seit drei Jahren versieht er in Osterburg seinen Dienst als katholischer Pfarrer. Um 10.30 Uhr hatte am Neujahrstag die Heilige Messe stattgefunden. Zum zweiten Mal startete die Wanderung in St. Josef vor der Krippe. Die nächste Station sollte das evangelische Gotteshaus St. Nicolai sein. Die Krippe in Krumke war schließlich das Ziel. Dort konnten sich die Gemeindemitglieder an Stollen und Kaffee gütlich tun.

Doch zuvor führte Richard Perner in St. Josef das Wort. In seiner kurzen Andacht erzählte der Pfarrer nach dem Lied "Oh, Bethlehem, du kleine Stadt" eine kleine Geschichte. Sie handelt von einem Jungen, der in einer Pappschachtel einen silbernen Stern findet. "Der ist von früher, von einem langweiligen Fest, wo Lieder aus dem Fernseher kamen", erklärt die Mutter.

Und sie erzählt von dem geschmückten Tannenbaum, von Jesus, und zum Schluss sagte sie: "Alle waren froh, wenn es vorüber war." Den Stern durfte der Kleine in den Müllschlucker werfen und nachschauen, wie lange er zu sehen war. Nach einer Weile fragte die Mutter, warum ihr Sohn dort immer noch stehe. "Ich kann ihn sehen. Er glitzert, er ist immer noch da."

Aufbruch im Sonnenschein

Mit einem letzten Blick auf die Krippe, an deren Seite neuerdings zwei Engel wachen, und einem Lied verabschiedete sich die Gemeinde von St. Josef und brach im schönsten Sonnenschein zur Neujahrswanderung auf. Vorneweg Kantor Friedemann Lessing und seine Frau Dorothea sowie das Ehepaar Ahrends, das seit Jahren zu den Teilnehmern der Neujahrswanderung gehört.