Dem Osterburger Kreismuseum steht ein ereignisreiches Jahr bevor. Zahlreiche Ausstellungen sind geplant, Um- und Ausbauten stehen in dem Gebäude an. Das Museum veranstaltet in diesem Jahr die 20. Auflage des Ostermarktes. Und in Zusammenarbeit mit Osterburger Heimatfreunden soll an bedeutende Daten der lokalen Geschichte wie dem Stadtbrand von 1761 erinnert werden.

Osterburg. Am 18. September 1761 brach im Haus des Brauers Rogge, das sich an der heutigen Ecke Breite Straße/Kirchstraße befand, ein Feuer aus, das sich zu einem verheerenden Brand entwickelte, 124 der insgesamt 203 damals in der Stadt befindlichen Wohnhäuser in Schutt und Asche legte und 762 der insgesamt 971 Einwohner obdachlos machte. An dieses Ereignis, dessen Datum sich 2011 zum 250. Mal jährt, wollen die Interessengemeinschaft Heimatgeschichte und das Kreismuseum mit einer Veranstaltung am Wochenende vom 17. bis 18. September erinnern. Ein weiteres Datum, auf das das Kreismuseum unter anderem gemeinsam mit dem Wirtschafts-Interessenring hinweisen will, hat einen erfreulichen Hintergrund: "Vor 575 Jahren wurde Osterburg Mitglied im Städtebündnis der Hanse", informierte Kreismuseumschef Frank Hoche. Angedacht sei, auf dieses Jubiläum im Rahmen des Osterburger Spargelfestes, das vom 17. bis zum 19. Juni gefeiert wird, hinzuweisen, sagte Hoche.

Das Museum bereitet sich zudem auch auf das Jubiläum einer eigenen Veranstaltungsreihe vor. Am 23. April soll die mittlerweile 20. Auflage des beliebten Ostermarktes über die Bühne gehen. "Dieses Jahr in einem größeren Rahmen als sonst. Geplant ist, auch das vor unserem Museum befindliche Teilstück der Breiten Straße für den Markt zu nutzen", so Hoche, der sich bereits in Gesprächen mit Osterburger Händlern befindet, um sie in das Geschehen einzubinden.

Im Museum sind für 2011 sieben Ausstellungen angedacht. Außerdem sollen Bereiche des Gebäudes zur Baustelle avancieren. 11200 Euro stehen bereit, um einen bislang nicht genutzten Raum im Obergeschoss zu sanieren. "Mit diesem Raum schaffen wir im Obergeschoss endlich auch einen Rundgang", informierte Hoche. Längst steht auch fest, welche Exponate in dem Raum zur Schau gestellt werden sollen. "Wir wollen der großen Bedeutung der Agrargeschichte der Region Rechnung tragen, unsere Landwirtschaftsausstellung erweitern", machte Hoche deutlich.