Gagel (ama). Normalerweise ist Busfahren kein Problem. Man steigt ein und am Ziel wieder aus. Die Kinder Elisa (12) und Daniel Arns (15) machten an ihrem letzten Schultag vor den Weihnachtsferien eine ganz andere Erfahrung. Aufgeregt berichteten sie ihrer Mutter Petra Arns und der Volksstimme, was sie erlebten. Der Tag dürfte den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben.

Beim Zustieg in ihrem Heimatort Gagel lief noch alles nach Plan. Allerdings war in Kossebau Umsteigen angesagt. Als die Zwei mit anderen Kindern in den Bus stiegen, stellten sie fest, "dass die Heizung nicht ging". Sie froren. Um so schlimmer sei es gewesen, dass der Busfahrer sich durch Plauderei noch aufhielt und so die Schule in Osterburg gar nicht mehr rechtzeitig erreichte, berichteten die Kinder. "Außerdem hielt der Bus am Edeka in der Bismarker Straße, und wir mussten den ganzen Weg zur Schule laufen", fügte Daniel Arns an. Er geht in die 9. Klasse des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums. Seit der 5. Klasse besucht er die Einrichtung, aber so etwas sei bisher nie vorgekommen, so Daniel. Seine Schwester empfand ihre Lage noch schlimmer. Das herzkranke Mädchen musste zur Anne-Frank-Schule und dazu fast durch die gesamte Biesestadt. "Wenn nicht andere Kinder dabei gewesen wären, hätte sie nicht dorthin gefunden", sagte ihre Mutter. "Über eine Stunde Busfahrt erlebten die Kinder, aufgelöst und durchgefroren kamen sie letztlich an ihrem Ziel an. Wir hoffen, dass es eine einmalige Angelegenheit bleibt", so Petra Arns.

Ab heute rollen wieder die Schulbusse - hoffentlich ohne solche Zwischenfälle.