Ihre diamantene Hochzeit feierten gestern Franz und Maria Topsch aus Iden. Bei einem kleinen Empfang am Vormittag im Haus ihrer Tochter, Elke Hartmann, kamen mit Eike Trumpf und Norbert Kuhlmann gleich zwei Bürgermeister, um den Jubilaren zu gratulieren.

Iden l Im Namen der ganzen Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck gratulierte Verwaltungschef Eike Trumpf und für die Gemeinde Iden Bürgermeister Norbert Kuhlmann. Trumpf überreichte unter anderem Glückwunschurkunden von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Stendals Landrat Carsten Wulfänger. Das Jubiläum-Ehepaar ist in der ganzen nördlichen Altmark bekannt. Dr. Franz Topsch war viele Jahre lang Tierarzt in der Region Iden.

Flüchtlingsweg führte von Auscha in die Börde

Seine Frau Maria (geb. Ulrich) erblickte 1933 in Altenweddingen das Licht der Welt. In der Börde-Kleinstadt verbrachte sie auch ihre Kindheit und Jugend und arbeitete als junge Frau in der Landwirtschaft ihrer Eltern.

Franz Topsch stammt aus dem Sudetenland (heute Tschechien). Er wurde 1930 in Auscha (Ustek) geboren und wuchs dort auch auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde seine Familie vertrieben. Gemeinsam mit seiner Mutter und den Geschwistern gelangte er als Flüchtling zunächst nach Genthin und schließlich nach Altenweddingen. In der Landwirtschaft fand der junge Mann Arbeit, war unter anderem in der Maschinenausleihstation (MAS) Langenweddingen als Traktorist tätig. "Etwas später wurde ich dann über die Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) nach Leipzig delegiert, wo ich Veterinärmedizin studierte. 1958 machte ich mein Staatsexamen und 1959 ging es in die Altmärkische Wische, weil ich hier in der staatlichen Tierarztpraxis eine Stelle erhielt", erläutert Franz Topsch gegenüber der Volksstimme. Als Veterinärmediziner arbeitete er viele Jahre im Raum Iden. 1982 musste er den Beruf aus gesundheitlichen Gründen allerdings leider aufgeben.

Ehepaar lernte sich beim Tanzen kennen

Maria und Franz lernten sich bereits in Altenweddingen kennen - auf dem Tanzsaal. In dem Bördeort gab sich das verliebte Paar auch das Ja-Wort - 1954. Klar, dass Maria ihren Franz auch in die Wische begleitete. Sie arbeitete zunächst als Praxishilfe im Veterinärwesen und später als Milchleistungsprüferin im Institut Iden.

Auch der Kindersegen blieb beim Ehepaar Topsch nicht aus. Zwei Töchter und ein Sohn, sieben Enkelkinder und drei Urenkel gehören heute zur Nachkommenschaft der Eheleute.