Die Einheitsgemeinde Osterburg verliert weiterhin Einwohner. Am 31. Dezember zählte sie noch 10484 Bürger. Besonders vom Rückgang betroffen ist die Kernstadt. Ihre Bevölkerungszahl rutschte 2013 sogar unter die 6000er Grenze.

Osterburg l 2013 änderte sich am Grund-Dilemma der weiter zurückgehenden Bevölkerungszahl zwar nichts, die Kernstadt selbst rutschte mit aktuell 5983 Einwohnern sogar unter die 6000er Marke, trotzdem enthält die Statistik auch mutmachende Zahlen. Denn wie Bürgermeister Nico Schulz während seines Neujahrsempfangs deutlich machte, schwächte sich der Rückgang 2013 im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren etwas ab. Musste die Einheitsgemeinde 2012 noch ein Minus von 144 konstatieren, zählten die Osterburger Ortsteile am 31. Dezember 2013 114 Einwohner weniger als zwölf Monate zuvor. Dabei büßte Osterburg in der ersten Jahreshälfte 2013 (-79) noch deutlich mehr Bürger ein als im Zeitraum von Juli bis Dezember.

Nach der jüngsten Statistik klaffte die Schere zwischen Weg- und Zuzügen 2013 nicht mehr soweit auseinander wie in den Jahren zuvor. Während sich 392 Einwohner aus Osterburg verabschiedeten, meldeten sich 353 Bürger neu an. Dabei handelte es sich nach Angaben aus dem Einwohnermeldeamt zuletzt auch immer häufiger um ehemalige Osterburger, die sich wieder in ihrer früheren Heimat niederlassen. Im Umkehrschluss zieht es weniger Biesestädter in die alten Bundesländer. Sie machen nicht mehr das Gros der Wegzüge aus, dennoch wiegt ihr Verlust besonders schwer. Schließlich sind es in der Mehrzahl junge Frauen und Männer, die die Region aus beruflichen Gründen in Richtung Altbundesländer verlassen.

2013 hat sich auch die Schere zwischen Sterbefällen und Geburten etwas geschlossen. So registrierte das Meldeamt im vergangenen Jahr 132 Sterbefälle und damit 14 weniger als 2012. Besonders erfreulich: Die Zahl der Geburten nahm zu. Wurden 2012 53 Neugeborene gemeldet, erblickten 2013 insgesamt 65 Mädchen und Jungen das Licht der Welt.