Als relativ kleine Einrichtung in einer ländlichen und vom demographischen Wandel besonders geprägten Region stand das Agaplesion Diakonie-Krankenhaus Seehausen auch 2013 auf wirtschaftlich sicheren Füßen. Das machte Geschäftsführerin Maria Theis gestern bei einem Rückblick deutlich.

Seehausen l Von ganz ungefähr kommt der Erfolg nicht. Zum einen ist das sicher auf den sparsamen Umgang mit den Ressourcen zurückzuführen, für den die Fachfrau den rund 160 Krankenhausmitarbeitern (vom Azubi bis zum Chefarzt inklusive der Teilzeitkräfte) ihren Dank ausspricht.

Zum anderen ist das aber auch der Zahl der Patienten zu verdanken. Die konnte im Vergleich zu 2012 nicht nur gehalten, sondern sogar um rund 1000 gesteigert werden. Rund 13800 Behandlungen verzeichneten die Statistiker in den vergangenen zwölf Monaten. Davon entfallen etwa 5100 auf den stationären und 4500 auf den ambulanten Bereich. Dazu gab es um die 2500 Notaufnahmen und über 700 gesondert registrierte Arbeitsunfälle, bei denen die Erstversorgung in Seehausen geleistet wurde.

Öffentlichkeitsarbeit hat großes Gewicht

Vor allem die Nachfrage nach Krankenhausleistungen abseits der nicht planbaren Notfälle spricht für die Seehäuser Einrichtung und die Akzeptanz der Patienten, denen bis zu 112 Betten zur Verfügung stehen. Ein Schlüssel zum Erfolg ist sicher auch die breite Aufstellung der Mediziner, die unter anderem von der allgemeinen Inneren über die Chirurgie und Unfallchirurgie, bis zur Endoprothetik (Knie und Hüfte) oder orthopädischen Behandlungen und in einem gewissen Umfang zur Kardiologie reicht. Sogar eine urologische Belegabteilung ist vorhanden.

Ob sich die Krankenhäuser der Region in den kommenden Jahren mehr spezialisieren, darüber wollte Maria Theis nicht orakeln. Aber einer gewissen Teilspezialisierung öffnet sich das Krankenhaus schon länger - und mit Erfolg.

Das beweisen die Fortschritte oder Zertifikate, die sich die Seehäuser 2013 über gezielte Schulungen und Änderungen des Qualitätsmanagements zum Beispiel für die bessere Behandlungen von Patienten mit Nebendiagnose Demenz oder Diabetes oder als Endoprothetik-Zentrum hart erarbeiteten.

Mediziner stellen sich dem Dialog

Dazu leisteten die Krankenhausmitarbeiter 2013 wieder viel Öffentlichkeitsarbeit. In diesem Zusammenhang erinnert sich Maria Theis zum Beispiel an die "Woche der Wiederbelebung" mit zahlreichen Aktionen oder an die öffentlichen Veranstaltungen unter dem Motto "Medizin im Dialog".

2013 wird sicher auch wegen des Hochwassers im Gedächtnis haften bleiben, von dem Seehausen letztlich nicht direkt betroffen war, auf das sich die Krankenhausmitarbeiter aber intensiv bis zu einer möglichen Evakuierung vorbereitet hatten. Auch das kostete Zeit, Mühen und Nerven.

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