Im Rahmen der Reihe "Kunst im Gewächshaus" der Osterburger Kleinkunstbühne wurde am Sonntag eine neue Ausstellung eröffnet. Im Blumenparadies Würke sind nun Arbeiten der Künstlerin Monika Schneider zu sehen.

Osterburg l Monika Schneider stellt bereits zum zweiten Mal zwischen Planzen und Vogelgezwitscher aus. Zur Eröffnung stimmten die Sittiche geradezu ein Konzert an, so dass die Rednerin Elisabeth Sziegoleit-Schirrmeister ganz schön zu tun hatte, sich dagegen durchzusetzen. Mit Interesse verfolgten zwei Dutzend Gäste die Einführung.

Künstlerin lebt seit 30 Jahren in Osterburg

In drei Themen lassen sich die Kunstwerke unterteilen. Die Werke im Eingangsbereich entstanden während einer Reise nach Ligurien 1997. Die Region war von ländlichen Bauten geprägt, aber erst die Olivenholzasche, für die sie in ihren Bildern Verwendung fand, machte ihren Reiz aus. "Das ist meine Lieblingsserie", gab ihre Freundin Elisabeth zu, "Temperafarbe und Asche auf Pappe."

Der zweite, farbenfrohere Abschnitt spiegelt Motive aus Portugal wider, wo sich die Malerin 2003 aufhielt. Die buntesten Bilder entstanden tatsächlich in dem Garten der Künstlerin, die seit 30 Jahren in Osterburg lebt und arbeitet. Rednerin Elisabeth Sziegoleit-Schirrmeister kennt Monika Schneider mit Malpappe unter dem Arm, ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß, aber immer malend. Darum wählte sie auch ein Zitat von Paul Klee, um die Künstlerin vorzustellen: "Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Ich bin Maler."

Was der französische Künstler Robert Delaunay (1885-1941) in seinem Aufsatz über die Farbtheorie und das Licht sagte, passt in ihren Augen ebenfalls zu der gebürtigen Rostockerin. Darin heißt es, die Natur sei von Rhythmik durchdrungen, die Kunst ahme sie nach. So werde das Licht auf der Leinwand zu Farben zusammengefasst nach dem Motto "Licht - Farbe - Orte". Sie spricht in dem Zusammenhang außerdem von der Fähigkeit, sehen zu können. Licht und Farbe wieder zusammenzusetzen. Denn schließlich entlade sich beim Künstler eine Gemütsbewegung, wenn er male. Und dazu wiederum gehöre Leidenschaft und Liebe. "Was machen nun die Bilder mit dem Betrachter", stellte Elisabeth Sziegoleit-Schirrmeister die abschließende Frage. Und gab selbst die Antwort: "Wenn das Licht vom Bild in unsere Herzen findet, kann es nicht verkehrt sein."

Die Ausstellung ist bis zum 9. Februar im Blumenhaus Würke zu sehen. Inhaberin Anette Pflug dankte Monika Schneider für ihre Arbeiten und sagte: "Motive aus der Natur wirken hier einfach am schönsten."

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