Seehausen (rfr) l Mit dem Richtfest für den Anbau am Giebel der Verzinkerei von Graepel in Seehausen konnten die Verantwortlichen um Geschäftsführer Carl-Ulrich Bauer gestern wieder ein Etappenziel auf dem Weg zur Modernisierung der Anlage abhaken. Die Entscheidung pro Richtfest war kurzfristig gefallen, weil gestern auch das Ehemaligentreffen über die Bühne ging, zu dem die Firma alle zwei Jahre einlädt, so Unternehmenssprecherin Ina Mencke.

Kein Richtspruch ohne Zimmerleute

Ein traditionelles Richtfest, wie es vielleicht auch einige der Gäste schon einmal erlebt haben, konnte Carl-Ulrich Bauer den Ruheständlern allerdings nicht bieten. Die traditionelle Zeremonie beherrschen offenbar vorzugweise Zimmerleute. Die Stahlbauer, die die Trägerkonstruktion für die neue Anbinderei montiert hatten, waren für den Akt gestern nicht so recht zu begeistern. Der Rest des Festes ging danach mit Essen, Trinken und Gesprächen in Ordnung. Die Baustelle in der alten Mähdrescherhalle, in der ab Anfang Februar wieder Teile aus eigener Produktion und in Lohnleistung verzinkt werden sollen, musste der Geschäftsführer aus sicherheitstechnischen Gründen vorenthalten. Ein Blick auf die neuen, modernen Anlagen wird aber später möglich sein.

Gäste besuchen auch ihre früheren Arbeitsplätze

Allerspätestens am 21. Juni, wenn die Unternehmensgruppe Graepel ihr 125-jähriges Bestehen feiert und auch im Seehäuser Betriebsteil ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten geplant ist. So lange gaben sich die ehemaligen Mitarbeiter mit einer normalen Betriebsführung und einen Blick auf ihre früheren Arbeitsplätze zufrieden.

Graepel investiert derzeit rund 2,5 Millionen Euro, um die Verzinkerei leistungsfähiger und in Sachen Arbeitsschutz fit für die Zukunft zu machen (wir berichteten).