Osterburg l Seine zweite Auflage erlebte der Neujahrsempfang in der Osterburger Begegnungsstätte der Volkssolidarität, zu dem am Donnerstagvormittag die Leiterin des Hauses, Elke Hartmann, und ihre Mitarbeiterin Ute Pahl viele Stammbesucher begrüßten.

Gemeinsam stieß man mit einem Gläschen Sekt auf ein erfolg- und ereignisreiches Jahr 2014 an. "Wir hoffen, dass ihr uns weiterhin treu bleibt und wir noch viele schöne Begegnungen in unserer Einrichtung haben werden", sagte Hartmann in ihrem Willkommensgruß. Sie dankte auch ihren "Mitarbeiterinnen auf Zeit" für deren Unterstützung, denn allein hätten beide die vielen Veranstaltungen nicht bewältigen können. "Nur schade, dass sie alle halbe Jahre wechseln und so keine Kontinuität in der Zusammenarbeit eintritt", bedauerte Hartmann.

280 Veranstaltungen - von Faschingsfeier und Osterspaziergang bis zu den monatlichen Treffen der "Waschblau"-Frauen, Spezialitätenessen und Spielnachmittagen mit insgesamt 4945 Besuchern hätte es im vergangenen Jahr gegeben. Neu war unter anderem mit Norbert Born die stundenweise Einstellung eines Hausmeisters und Kraftfahrers und die Festeinstellung von Ute Pahl, die die Position von Christine Rechtenbach eingenommen hat, die zuständig für die Arbeit der Ortsgruppen war und nun nach längerer Krankheit in Rente geht.

Demenzkranken-Betreuung auch in der Biesestadt

Die hauseigene Singegruppe bestand im vergangenen Jahr 15 Jahre; Ute Patan hatte eine Sitztanzgruppe gegründet, die sich schon auf vielen Veranstaltungen präsentierte. Frauentagsfeier, Blasmusikfeste, Grillpartys, die von der Volkssolidarität organisierten Reisen ins In- und Ausland sind vielen Seniorinnen noch in guter Erinnerung und sollen auch in diesem Jahr angeboten werden. Für den 3. März ist eine Rosenmontagsfete angedacht. Skat- und Rommeeturniere werden unter Regie von Ute Pahl öfter, vielleicht alle zwei Monate, stattfinden. Spezialitätenessen wird es wieder geben, ebenso eine Fahrt ins Blaue und viele andere bei den Besuchern beliebte Zusammenkünfte.

Es gebe Überlegungen für eine Vortragsreihe zu Themen wie Hilfe bei Schlaganfällen, Rentenrecht, Diabetes und ähnlichen Informationsbedarf. "Wer weitere Vorschläge hat, immer her damit", forderte Hartmann die Besucher auf. "Ideen müssen von außen kommen, wir werden versuchen, sie zu verwirklichen." Und die Hausherrin konnte schon einige notieren wie Ernährungsberatung für Leute im höheren Lebensalter, die Fortsetzung der im vergangenen Jahr begonnenen Verkehrsteilnehmerschulung und anderes. Sigrid Fischer, die nicht als Stadträtin, wie sie der Volksstimme versicherte, sondern als Privatperson gekommen war, weil ihr "die Volkssolidarität am Herzen liegt", sagte unter anderem: "Es hat sich hier in letzter Zeit vieles zum Positiven verändert. Wie ich von vielen Bürgern weiß, gehen sie gern in die Begegnungsstätte."

Übrigens: Angehörigen von Demenzkranken in Osterburg macht die Sozialstation der Volkssolidarität Gardelegen, die in der Biesestadt einen Stützpunkt unterhält, ein Angebot. "Demenzkranke könnten auch in Osterburg stundenweise in der Begegnungsstätte betreut werden, wenn deren Angehörige mal persönlichen Freiraum brauchen, um beispielsweise Besorgungen zu machen oder Behördengänge zu erledigen. Hier werden sie mit allem, was ihnen angepasst ist, beschäftigt, wie Gedächtnisspiele, Gymnastik, Spaziergänge und so weiter. Wir könnten hier eine Gruppe für regelmäßige Kurzzeitbetreuung aufbauen", sagte Elke Hartmann der Volksstimme. Informationen unter Tel. 03937/82579.