Für die Freiwillige Feuerwehr Bretsch ging das neue Jahr gleich mit Einsätzen los. Während der Jahreshauptversammlung am Freitag erklärte Armin Vinzelberg, das 2013 auch nicht ohne war.

Bretsch l Besonders erfreut stellte der Bretscher Wehrleiter fest, dass er keine verstorbenen Kameraden zu vermelden hatte. Das zurückliegende Jahr stand ganz im Zeichen des 80. Geburtstages der Feuerwehr. Nach der Festveranstaltung im Februar ließen es die Bretscher im Rahmen des 750-jährigen Dorfbestehens im Juni krachen und zeigten, welch aufwändiges Fest sie auf die Beine stellen können.

In diesem Zusammenhang erinnerte Armin Vinzelberg an Adolf Matthies, der stets betonte, dass eine gute Feuerwehr nicht nur gute Technik braucht, sondern eine starke Kameradschaft. Die hatte sich neben den Vorbereitungen an der Jubiläumsfeier auch bei den Einsätzen gezeigt. Bestes Beispiel die Hilfeleistung beim Hochwasser in Bömenzien. Darüber hinaus mussten die Kameraden drei Mal im vergangenen Jahr Verkehrshindernisse aus dem Weg räumen. Am 1. Januar 2014 kamen sie zudem einer eingeklemmten Person zwischen Heiligenfelde und Kleinau und am 15. Januar bei einem Wohnhausbrand in Losse zu Hilfe. Je 10 Einsatzkräfte stehen bei Männern und Frauen zu Buche, 11 weitere Männer und 4 Frauen sind unter "auswärts" eingetragen. Zu den 35 aktiven Kameraden, von denen 15 außerhalb arbeiten, kommen noch 10 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung und 7 Mitglieder der Jugendwehr. 68 Mitglieder zählt der Förderverein.

Löschwasserversorgung ist nicht gesichert

Vinzelberg konnte den Anwesenden immer noch keine Neuigkeiten in Sachen Löschwasserversorgung mitteilen. Schon vor zwei Jahren hatte er im Haushaltsplan aufnehmen lassen, dass Neubaugebiet und Rittergut nicht versorgt sind. Der Aufbau eines Fahrzeuges zum Vorausrüstwagen tritt ebenfalls auf der Stelle. Das Gerätehaus in gutem Zustand zu erhalten, fordere Engagement. Hier holte der Wehrleiter zu Kritik aus. Dass Kameraden, die es ehrenamtlich gebaut haben, für Feiern Gebühren zahlen müssen, sei verständlicherweise kontraproduktiv. Die starke Gemeinschaft wurde allerdings durch Kameradschaftsabende, Reise nach Hamburg und Weihnachtsmarkt der Vereine gefördert und hielt die Stimmung oben. Der Bürgermeister der Altmärkischen Höhe, Bernd Prange, lobte in seinem Grußwort den Zusammenhalt der Kameraden und bat darum, im Einsatz auf Sicherheit zu gehen und nicht das eigene Leben zu gefährden. "Ich bitte euch, mit Schwierigkeiten sachlich umzugehen und eure Meinung zu vertreten. Nur so könnt ihr argumentieren."

Gemeinsam mit Vinzelberg gratulierte er Mitgliedern zum Jubiläum: Horst Deter für 60 Jahre, Heidrun Herzog für 30 Jahre, Bernd Garlipp für 20 Jahre. Doreen Fankner wurde zum Löschmeister befördert.

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