Osterburg (fsc) l Die Führungsriege des Rassegeflügelzuchtvereins Osterburg und Umgebung von 1931 zog am Freitagabend im Lokal "Zur Sachsenfalle" Bilanz über die Arbeit in den zurückliegenden drei Jahren. Im Verein hatte in dieser Zeit mehrmals der Vorsitzende gewechselt. Bevor Eckhard Gutowsky zu Beginn des vergangenen Jahres den Vorsitz übernahm, lenkte Hugo Haverland die Geschicke. Noch einmal und nur vorübergehend, wie er damals bekräftigte. Der heute 81-jährige Senior hatte den Verein zuvor viele Jahre geführt und die Funktion 2011 in jüngere Hände gelegt. Letzteres habe aber nicht wie erhofft funktioniert.

Sechs Neuaufnahmen kompensieren sechs Austritte

Die Vereinsmitglieder hörten also zwei Berichte: von Hugo Haverland über die Zeit bis Ende 2012 und von Eckhard Gutowsky bis Ende 2013. 2011 hatte der Verein 35 Mitglieder, bis dato haben sechs Mitglieder den Verein verlassen. Es wurden aber auch sechs neue aufgenommen - jüngst mit Tim Zimmermann und Felix Gorzkowski, beide zehn Jahre alt, hoffnungsvoller Züchternachwuchs -, so dass der alte Mitgliederstand wieder hergestellt ist. "Unsere Aufgabe ist es, den jungen Zuchtfreunden hilfreich zur Seite zu stehen", so Haverland.

Im Übrigen sei der Vorstand sowohl unter Haverland als auch unter Gutowsky bemüht gewesen, ein reges Vereinsleben zu organisieren. Den turnusmäßigen Vorstandssitzungen folgten ebenso regelmäßig Mitgliederversammlungen, Fachvorträge, Vorstellungen von Hühner- und Taubenrassen, Bildung von Zuchtstämmen bei Hühnern und Anpaarungen von Tauben, auch im Hinblick auf Vereinsschauen und überregionale Rassegeflügelausstellungen. Der Verein beteiligte sich an den Stadt- und Spargelfesten, besuchte Züchter zum Erfahrungsaustausch, es gab Brutauswertungen und Zuchtgespräche. Für Jungtierbesprechungen hatte man den Experten Wilfried Lattorff aus Wittenberge eingeladen. Einige Zuchtfreunde nahmen an einer bundesoffenen Schau in Leipzig teil.

Auf der Tagesordnung stand am Freitagabend auch die Wahl des fünfköpfigen Vorstandes. Bis der Kandidat für die Funktion des Zuchtwarts gefunden und dessen Einverständnis im Falle seiner Wahl vorlag, verging einige Zeit. "Zuchtwart ist eine sehr wichtige Funktion im Verein, vielleicht sogar wichtiger als die des Vorsitzenden", sagte Dieter Schott. "Sie sollte mit einem erfahrenen Züchter besetzt werden." Schließlich war man sich einig und wählte mit einer Gegenstimme in Blockabstimmung Eckhard Gutowsky (Vorsitzender), Grit Lorenz (stellvertretende Vorsitzende) Hartmut Missenberger (Zuchtwart), Gudrun Missenberger (Kassenwart) und Dieter Schott (Schriftführer).

Altersbedingt stellte sich Hugo Haverland, zuletzt Zuchtwart, nicht mehr zur Wahl. Er wurde mit Blumen aus dem Vorstand verabschiedet. Dem Verein bleibe er natürlich treu, versicherte er.

Tierarzt spricht über Impfungen

Haverland sprach aber auch noch den noch nicht festgeschriebenen Arbeitsplan für das neue Jahr an. Klar ist, dass die Züchter im Februar von einem Tierarzt einen Vortrag zum Thema Impfung hören. Sonst aber hofft der Vorstand noch auf Wünsche und Anregungen der Züchter. "Wir sollten uns überlegen, welche Fachleute oder Ämter wir einladen", machte Hugo Haverland deutlich. "Vielleicht den Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose zu Ausstellungsmöglichkeiten, einen Vertreter vom Veterinäramt, vielleicht auch einen Imker zur Perspektive der Bienenzucht, Experten aus der Landwirtschaft zu Entwicklungstendenzen und andere", schlug er vor. Eine weitere Anregung steuerte Dieter Schott bei. "Wie wäre es mit einem Jäger? Der könnte uns aufzeigen, wie uns die Waidgenossen im Kampf gegen Füchse und anderes Raubzeug unterstützen können."

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