Fit zu bleiben im Alter war am Freitagabend das Thema im Dorfgemeinschaftshaus Beuster. Humanbiologe und Gesundheitspädagoge Klaus-Peter Piehl gab Tipps an eine interessierte Runde weiter.

Beuster l Ein Umdenken im Rentenalter ist notwendig, stellte der Ernährungswissenschaftler gleich erst mal klar. Und noch etwas: Das Rentnersein bringt viele positive Aspekte, wie zum Beispiel Gelassenheit. Da ist außerdem der Erfahrungsschatz, während sich Junge meist produzieren müssen und Stress haben, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen wollen. "Im Alter weiß man, was man will und hat den Blick für das Wesentliche", hob Klaus-Peter Piehl hervor.

Ausgeglichenheit macht gesund

Davon abgesehen bleibt mehr Freizeit, die sich gut im Ehrenamt oder mit großelterlichen Aktivitäten verbringen lässt. Gesundheitsbonus sei zweifelsohne eine ausgeglichene Seele. Die wiederum wird am besten gepflegt, indem man der Vergangenheit nicht nachtrauert, sondern sich neuen Aufgaben stellt, in der Gegenwart lebt. Mit neuen Aufgaben fängt das Gehirn an zu arbeiten. Die Neugierde haben die Jungen den Älteren stets voraus, also: neugierig bleiben! Dazu gehört, alte Gewohnheiten zu überprüfen. Bestes Beispiel: alle Kuchensorten am Geburtstag kosten. Ab und zu neue Bekanntschaften bringen neue Impulse und wirken der Einsamkeit entgegen. Körperliches Training regt nicht nur den Kreislauf an, es erhöht auch die Leistung des Gehirns. Die Reflexe werden trainiert, Geschicklichkeit geschult und Muskeln aufgebaut. Gesunde Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. In seinem Spezialgebiet angekommen, riet Klaus-Peter Piehl von Fertigprodukten ab und zu Eiweiß nach dem Sport. "Die Kraft liegt nicht im Steak", sagte er. Stärkereich seien Kartoffen, Nudeln, Brot.

Wurst nur in Maßen genießen

Tierische Fette in hohem Maße, vor allem in Wurst, verursachen Herz- und Kreislauferkrankungen, wenn die Bewegung fehlt. Es komme zu Ablagerungen in den Blutgefäßen und zu besagten Wohlstanderkrankungen. Selbst bei Obst sollte jeder auf die Menge achten, auch wenn gilt: Obst trinkt man nicht, Obst isst man. Dass Süßigkeiten und Snacks nur in Maßen genossen werden sollten, sei ja selbstverständlich. Bei Salz müsste zusätzlich gespart werden. Bei einigen bringe das den Bluthochdruck so richtig in Gange.

Der Humanbiologe betonte, es dürfe auf keinen Fall am falschen Ende gespart werden. Wenn eine neue Brille her muss, dann muss sie eben her. Am besten fährt ein jeder, wenn so wenig Bequemlichkeit wie nötig den Alltag bestimmt, "denn dann freut sich der Körper und man bleibt geistig fit."

Die nächste Veranstaltung dieser Reihe findet am 28. März im Dorfgemeinschaftshaus statt.

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