Osterburg (fsc) l Über einen gut besetzten Saal im Evangelischen Gemeindehaus freute sich am Sonnabend Friedemann Lessing, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Buchholzorgel. Bereits im dritten Jahr finden Benefizkonzerte zugunsten der Rekonstruktion der Königin der Instrumente in St. Nicolai statt.

"Um schöne Musik zu hören, wollen wir die Orgel wieder zum Klingen bringen, und da bedarf es noch großer Anstrengungen, um die Reparaturkosten in Höhe von 330000 Euro zusammen zu bringen, wobei wir Dank der Spendenbereitschaft schon eine ansehnliche Summe zusammen haben; es reicht jedoch noch längst nicht", sagte der Kreiskantor. Die Orgel sei bereits zu Hälfte in der Werkstatt, und die andere Hälfte werde im März folgen.

Isolde Lessing führte durch das Programm

Beim ersten Konzert erlebten die Zuhörer das Bläserquartett des Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasiums Berlin in persona von Milena Hochmann (Querflöte), Anne Fliegel (Fagott), Charlotte Kruopis (Horn) und Magdalena Lessing (Klarinette). Durch das Programm führte Isolde Lessing. Sie sagte nicht nur die Musikfolge an, sondern informierte auch über die Komponisten dieses Konzerts und deren wichtigsten Werke. So erfuhr man Interessantes beispielsweise über Carl Stamitz (1745-1801) von der Mannheimer Musikschule, Ludwig van Beethoven (1770-1827), dessen Kammermusik weniger bekannt ist, auf die der Komponist aber großen Wert gelegt hat, über Johann Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), der vier Flötenquartette schrieb, die weltweit zu den wertvollsten Werken der Kammermusik gehören und Gioachino Rossini (1792-1868), der neben vielen Opern auch Kantaten, Hymnen, Chöre sowie geistliche und Instrumentalmusik schrieb.

Magdalena Lessing, Tochter von Isolde und Friedemann Lessing, ist in der Osterburger Kirchenmusikszene keine Unbekannte. Die 18-Jährige besucht die 12. von 13 Klassen des Berliner Spezialgymnasiums. Bereits in der ersten Klasse, als Siebenjährige hätte sie sich von ihren Eltern eine Blockflöte gewünscht und auch bekommen, erzählte sie im Gespräch mit der Volksstimme. "Ein Jahr später bin ich zu Klarinette gekommen. In unserer Familie haben wir schon immer Musik gemacht." So sei für sie der Besuch des Spezialgymnasiums quasi eine logische Folge gewesen und der Musik werde sie auch weiterhin treu bleiben.