Osterburg/Stendal (ama). Ins Theater der Altmark geht es am Dienstag, 18. Januar, für den Club Altmärkischer Autoren aus Osterburg. Zum ersten Mal sind die schreibenden Männer und Frauen seit ihrer Gründung dort zu Gast. Heitere und nachdenkliche Kurzgeschichten, poetisch-feinsinnige, aber auch derb-direkte Lyrik erwarten die Zuhörer.

Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr im Theatercafé. Die Texte der Autoren sind auf das Spielzeitmotto "Land in Sicht" abgestimmt. Jeder der Leichtmatrosen erkennt etwas anderes im Ausguck auf der Mastspitze am Horizont. In den Gedichten und Geschichten, die aus den Eindrücken entstehen, lassen die Autoren an ihren Entdeckungen teilhaben.

Der Initiator der Osterburger Literaturtage, Manfred Güßfeld, hatte den Club 1987 gegründet. Seine Idee, Menschen, die sich zum Schreiben berufen fühlen, ein Forum zu geben, fand den erhofften Zuspruch. Mit Gleichgesinnten über Texte zu sprechen, ist seither einmal im Monat donnerstags ab 19 Uhr für einige Altmärker zum festen Ritual geworden. Manche Clubmitglieder sind inzwischen gestandene Autoren.

Im Theater der Altmark stellen die Literaten neben themenbezogenen Texten nun auch manches aus den Jahren der Clubgeschichte vor. Zu Wort kommen unter anderem Diana Kokot, Danuta Ahrends, Peter Klinke, Helga Albert, Bernhard Sasse, Sibylle Jacob, Barbara Nicoleit und Astrid Mathis. Musikalisch umrahmt und aufgelockert wird die Lesung durch den Liedermacher und Clubchef Thomas Stein, gemeinsam mit Edgar Kraul. Der Leiter des Clubs fügt den unterschiedlichen literarischen Sichtweisen eine weitere hinzu: Seine Gedichte werden in der Regel vertont. Mit seinen Liedern baut er gekonnt Brücken, so dass Mitwirkende und Gäste bei der turbulenten Reise nie das Ufer aus den Augen verlieren. Getreu dem Motto: Land in Sicht!