Europameisterschaften in Osterburg? Mit einem neuen sportlichen Angebot will die Kommune auf sich aufmerksam machen.

Osterburg l Symbolisch nahm am Donnerstagabend Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz einen Swin-Golf-Schläger in die Hände und demonstrierte damit: Auch in der Biesestadt könnte der im Vergleich zum Golf etwas weichere und größere Ball dieser Sportart durch die Lüfte fliegen. Nach Ansicht des Stadtrates der Einheitsgemeinde sollte Swin Golf die bestehenden sportlichen Angebote in Osterburg bereichern. Ein erster großer Schritt ist bereits getan.

Die im Vorjahr in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie nahm nicht nur zur Freude des biesestädtischen Bürgermeisters, der von der Idee dieser aus Frankreich kommenden Sportart von Anfang an angetan war und den Ball ins Rollen brachte, ein erfreuliches Ende. "In Osterburg kann eine wettkampftaugliche Anlage auf einer Fläche von siebeneinhalb Hektar gebaut werden", informierte Markus Wedekind. Der Geschäftsführer der Swin Golf Deutschland GmbH, der den Stadtrat über die Ergebnisse der mit 80 Prozent vom Land geförderten Studie informierte, hält die "einmalige Kombination" in der Biesestadt für eine realistische und große Chance, dieses sportliche Angebot zu etablieren. Damit sprach der Osnabrücker die günstigen Gegebenheiten mit der Landessportschule in Osterburg an. Nicht ohne Gründe befindet sich die auserkorene Fläche in Nachbarschaft der auf dem Fuchsbau gelegenen Einrichtung. Das dort ausgewählte Terrain eignet sich nach Aussage des Experten ohne Zweifel für diesen Freizeitspaß. Die topografischen Eigenschaften und die Gelände-Größe, die insgesamt 18 Spielbahnen von 50 bis 300 Meter Länge zulässt, bringen die Voraussetzungen einer Wettkampfanlage mit. Wobei Wedekind betonte, dass es zum Großteil Hobbysportler und Neugierige sind, die diesen Sport ausüben. "Die Wiederholungsgefahr ist groß."

Für Bürgermeister eine EM vorstellbar

Nico Schulz möchte die Landessportschule ins Boot bekommen, führte schon Gespräche mit den Verantwortlichen und erachtet eine neue Anlage als weiteren Pluspunkt für die Sport-Stätte. "Das kann nur ein Vorteil sein." Der Standort nahe der B 189, der "sicherlich Aufmerksamkeit erzeugen wird", ist für Schulz ideal. Nachdem die Studie positiv ausfiel und der Stadtrat grünes Licht für die weiteren Schritte gab, müssen Grundstücks-Eigentümer vom Vorhaben überzeugt werden. Zwar gehört der Kommune ein Großteil des ausgewählten Areals, aber eben nicht alles. Überzeugungskraft wird nicht nur einmal benötigt: Auch ein Investor und ein Betreiber, in beiden Fällen könnte es sich dabei um die Sportschule handeln, muss gefunden werden. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass die von der Stadt verfolgten Pläne mit der Bereicherung des sportlichen Angebots realisiert werden können. "Ich sehe bereits Europameisterschaften in Osterburg." Auch Wedekind hält diese Idee nicht für unrealistisch - schließlich könnte die Sportschule auch als Übernachtungsquartier genutzt werden.

"Swin Golf ist relativ einfach zu spielen und für jedermann möglich", wirbt Wedekind für den Sport. Die naturverbundene Sportart - eine Bewässerung der Flächen ist nicht notwendig - wird sich nach Ansicht des Unternehmers noch weiter entwickeln. Auch die Kosten für diese Aktivitäten sind im Vergleich zum Golf gering. Auf den Anlagen in Deutschland werden sechs bis zwölf Euro (ohne Zeitlimit) berechnet.

Umfangreiche Informationen gibt es auf der Internet-Seite: swingolf.de